softboy ivo: Zwischen Trap und Tränen

Mit Spiele ohne Sieger liefert softboy ivo ein Tape, das zwischen elektronischem Rauschen, introspektiven Trap-Sounds und emotionaler Offenheit schwebt. Der Leipziger Künstler stellt Fragen, wo andere Statements abgeben – und klingt dabei mal melancholisch verloren, mal selbstironisch wach. Produziert wurde das komplette Projekt von Outakey, der mit glasklarer Produktion und viel Raum für Atmosphäre die perfekte Bühne für ivo’s fragile und dennoch bestimmte Stimme schafft.

Singles wie „Baby G“ oder das Feature mit Dea Bbz auf „Secret Service“ haben schon vor Release klargemacht: softboy ivo will sich nicht entscheiden – und muss es auch nicht. Club oder Kopf? Ego oder Zweifel? Synth oder Sample? In seinen Songs verschwimmen Genregrenzen, Emotionen und Realitäten.

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Miss BunPun: Süß, laut, politisch

Miss BunPun ist aus der Wiener HipHop- und R’n’B-Szene nicht mehr wegzudenken. Ihr Sound erinnert an Hits der 2010er Jahre: eingängige Hooks, smoothes Rappen und Vocals, die im Ohr bleiben. Doch hinter den catchy Beats steckt noch mehr – klare politisch Botschaften und eine feministische Haltung sind für sie unverzichtbar.

Im Mai hat sie mit ihrer neuen Single „Zuckerschock“ ein neues Kapitel aufgeschlagen: Erstmals rappt Miss BunPun auf Deutsch. Auf den ersten Blick klingt der Track wie ein süßer Flirt mit Pop-Vibes und Club-Feeling. Doch wer genauer hinhört, entdeckt ein selbstbewusstes queerfeministisches Statement mit Charme und Swagger. „Zuckerschock“ ist ein tanzbarer Track, der Spaß macht und gleichzeitig Empowerment feiert.

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ENGIN: Musik zwischen zwei Welten

Der Sound von ENGIN mischt moderne Rockmusik mit alten türkischen Klängen. Man hört Einflüsse von psychedelischer Musik (wie bei Pink Floyd), aber auch von türkischen Künstlern aus den 60er- und 70er-Jahren wie Barış Manço oder Cem Karaca. Das ergibt einen spannenden Mix aus E-Gitarren, groovigen Rhythmen und einer ganz eigenen Stimmung, die mal ruhig, mal tanzbar ist.

Die Mannheimer Band macht Musik, die nicht nur gut klingt, sondern auch etwas erzählt. Der Song „Messer“ zum Beispiel thematisiert zweisprachig auf Deutsch und Türkisch Themen wie Trennung, Wut und Verletzlichkeit. Dabei geht es nicht nur um Liebeskummer, sondern auch um Identität, Zugehörigkeit und das Gefühl, zwischen zwei Kulturen zu leben. Aber mit einem eigenen Twist: Deutsch und Türkisch verschmelzen in den Lyrics zu einem emotionalen Ausdruck, wie ihn eine einzelne Sprache vielleicht gar nicht leisten könnte.

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