Vianne: Indie-Folk zwischen Tagebuchseiten und Großstadtlärm

Wer aus einem kleinen Ort wie Eitelsbach am Rand von Trier nach Berlin zieht, kann schnell auch mal mitten im Chaos landen. Bei Vianne klingt es aber so, als spaziere sie mitten in diesem Chaos gemütlich im Morgengrauen. Die 20-jährige Singer-Songwriterin schreibt Indie-Folk mit sanften Gitarrenklängen, ruhiger Atmosphäre und einer bemerkenswerten Stimme.

Schon früh wurde Musik für Vianne zu einer Möglichkeit, Gedanken und Situationen festzuhalten, die sich nicht so leicht aussprechen lassen. Mit gerade einmal elf Jahren fing sie an, eigene Songs zu schreiben, später brachte sie sich auch das Produzieren selbst bei.

Inhaltlich geht es bei ihr oft um die kleinen Momente im Dazwischen: Unsicherheiten, Veränderungen und das Gefühl, trotz Aufbruchstimmung auch noch irgendwo festzustecken.

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Lyyla: Selbstgespräche werden zu Popsongs

Wer Lyyla hört, landet schnell bei den Fragen, die man sonst oft mit sich allein ausmacht. Die Hamburger Musikerin schreibt Indie-Pop über die Suche nach Nähe und den Umgang mit den eigenen Gedanken. Ihre Texte bewegen sich nah an persönlichen Erfahrungen und geben Emotionen Raum.

Diese Offenheit prägt auch ihr Debütalbum closer kommt nichts ran, das sie größtenteils selbst produziert hat. Auf zwölf Songs beschäftigt sich Lyyla mit Nähe und den Erwartungen, die Menschen an Beziehungen stellen – zu anderen und zu sich selbst.

Musikalisch bewegt sie sich zwischen elektronischem Indie-Pop und reduzierten Arrangements am Klavier. Dadurch entsteht ein Sound, der den Perspektivwechseln ihrer Texte folgt und sowohl große Emotionen als auch kleine Alltagsbeobachtungen tragen kann.

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BoykottOne: friesischer Rap ohne Dorfromantik

Während viele Deutschrap-Künstler:innen ihre Geschichten aus Großstädten heraus erzählen, bleibt BoykottOne bewusst in Friesland. Seine Songs entstehen zwischen ländlicher Ruhe und gesellschaftlicher Frustration. Ohne zu verklären beschreibt der Rapper das Leben außerhalb urbaner Räume. In den Texten geht es um Isolation, politische Spannungen und die Frage, wie man in einem Umfeld bleibt, das sich verändert.

Diese Gegensätze ziehen sich durch seine Musik. BoykottOne verbindet politische Themen („Nie wieder ist jetzt“) mit persönlichen Erfahrungen: Seine Rolle als alleinerziehender Vater taucht etwa immer wieder in den Songs auf.

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