Wer Lyyla hört, landet schnell bei den Fragen, die man sonst oft mit sich allein ausmacht. Die Hamburger Musikerin schreibt Indie-Pop über die Suche nach Nähe und den Umgang mit den eigenen Gedanken. Ihre Texte bewegen sich nah an persönlichen Erfahrungen und geben Emotionen Raum.
Diese Offenheit prägt auch ihr Debütalbum closer kommt nichts ran, das sie größtenteils selbst produziert hat. Auf zwölf Songs beschäftigt sich Lyyla mit Nähe und den Erwartungen, die Menschen an Beziehungen stellen – zu anderen und zu sich selbst.
Musikalisch bewegt sie sich zwischen elektronischem Indie-Pop und reduzierten Arrangements am Klavier. Dadurch entsteht ein Sound, der den Perspektivwechseln ihrer Texte folgt und sowohl große Emotionen als auch kleine Alltagsbeobachtungen tragen kann.
Mit Songs wie „Betrunken“ oder „Stille schweigt nach“ nähert sich Lyyla Themen wie Sehnsucht, Verlust und emotionaler Abhängigkeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Zwei frische Singles beschäftigen sich mit den Folgen von Ghosting und zeigen zugleich zwei Seiten ihres Songwritings: Während „Burn on“ auf eine dichte Pop-Produktion setzt, steht bei „Stille schweigt nach“ das Klavier im Mittelpunkt.
Lyyla schreibt über Emotionen mit einer direkten Art. Dabei interessiert sie sich besonders für die Widersprüche, die Menschen in Beziehungen und im Umgang mit sich selbst erleben.
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