Grunge bis ans Limit – The Jins zelebrieren Tourabschluss in Berlin

„We decided to destroy our voices tonight!” Das Grunge-Trio The Jins aus Vancouver findet in der Neuen Zukunft in Berlin einen schweißtreibenden, kompromisslosen Tourabschluss. Dabei muss auch das ein oder andere Kleidungsstück dran glauben.

Das Publikum ist geteilt in zwei Altersgruppen: Einerseits sind es solche, die vermutlich über den leichtgängigen und authentischen TikTok-Auftritt der Band auf das Konzert aufmerksam geworden sind. Andererseits sind da diejenigen, die nostalgisch das Revival des 90er-Jahre-Grunge zu erleben hoffen.

Beide Gruppen (und auch alle anderen in der Crowd) werden an diesem Abend auf ihre Kosten kommen. The Jins nehmen die Spannung, die die Vorband Ganser durch ihre, verzerrten, stellenweise ambienthaft-flächigen Sounds und die verheißungsvollen Töne erzeugt hat, direkt mit und starten energiegeladen und lässig zugleich in den letzten Gig ihrer Europa-Tour.

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Grandmas House in Berlin: „Should we have a little mosh?“

Die Crowd ist von Sekunde eins an am Start beim Konzert der Punkerinnen Grandmas House. Das Quartett aus Bristol durchdringt den Berliner „Schokoladen“ mit rohen Sounds und fürsorglicher Verletzlichkeit.

Witz und Fürsorge statt Rockstar-Gehabe: Grandmas House brauchen im Schokoladen keine große Pose, um die Crowd für sich zu gewinnen. Stattdessen entsteht vom ersten Moment an eine nahbare und energiegeladene Atmosphäre.

Schon die ersten Worte, die die Lead-Sängerin Yasmin Berndt an das Publikum richtet, zaubern ein Grinsen auf die Gesichter, das bis zum letzten Song anhält. „Eigentlich wollten wir nochmal von der Bühne und dann wiederkommen, aber wo wir schon mal hier sind, bleiben wir besser einfach da.“

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