Ich stelle jetzt mal eine These auf: Der moderne Song ist das Fastfood für unsere Ohren, und Spotify und Co. sind die Schnellimbisse unserer Wahl. Der modernen Musikszene fehlt es an Ruhe, Songs müssen kurzweilig as can be sein und nicht mal Musik kann sich noch der Geschwindigkeit des Alltags entziehen. Dabei sollte sie, die Musik, es doch sein, die uns in der ständigen Hektik wieder Entspannung gibt. Stattdessen legen die wenigsten zu Hause regelmäßig Platten auf, um wirklich bewusst Musik zu hören. ΣTELLA erteilt genau diesem Mainstream eine Absage – und liefert uns wieder die Platten zum Auflegen.
Wer sich auf ΣTELLA einlässt, bekommt eine eigentlich sehr klassische Ensemble-Kombination serviert: Drums, Gitarre, Bass und Vocals finden in einem tollen Zusammenspiel zueinander und werden immer wieder durch kleinere Einlagen unterstützt, etwa durch ein Xylophon. Besonders die abwechselnde Dämpfung der verschiedenen Sounds verleiht den Songs ihren prägnanten Sound. Neben sehr akustisch geprägten Songs wie „Charmed“ oder „Nomad“ finden wir in ihrer Diskografie auch moderne Beats wie „Girl Supreme“, die nur so vor poppiger Synth-Energie strotzen.
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