Behind The Scenes: a-Musik ist einer der besten Plattenläden in Deutschland

Schon mal überlegt ’ne Vinyl zu kaufen? Der Kölner Plattenladen a-Musik ist eine Möglichkeit dafür. Sogar eine ausgezeichnete. Der Laden gewann 2025 den EMIL_ – den deutschen Preis für Schallplattenfachgeschäfte – und profitiert vom Hype um das Kultmedium. 

© Ratfink1973

Wir treffen Georg vor Ladenöffnung im a-Musik. Mit seinem langjährigen Freund Frank betreibt er das Schallplattengeschäft im Kölner Cäcilien-Viertel unweit vom Neumarkt. Viel Holz, viele Platten, viel Gemütlichkeit. Der Laden lädt zum Verweilen und Stöbern ein. Neben den vielen Vinyls stehen auch CDs und Kassetten zum Verkauf. Bei a-Musik geht es um mehr als das Medium: „Es geht um die Musik“, sagen die beiden Freunde aus Schulzeiten.

Und davon haben sie eine große Vielfalt zur Auswahl. Neben Jazz, Klassik, Avantgarde-Rock und Pop gibt es Töne aus verschiedensten Ecken Welt im Angebot. Ihre Spezialisierung liegt jedoch woanders: „Experimentell-elektronische Musik ist unser Background“, erzählen uns die Ladenbetreiber, die auch selbst gerne mal an den Turntables stehen. Zum Beispiel bei regelmäßig veranstalteten DJ-Abenden. Vor allem eingeladene Musiker*innen laden dann themengebunden zum Zuhören ein. Denn genau darum soll es hier gehen: ums Hören ohne Ablenkung.

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Mega City Four rettete mein Teenager-Ich

1989 steckte mein Teenager-Ich in der Klemme. Gefangen in der dörflichen Provinz, mit Erziehungsberechtigten, die sich nicht die Mühe machten, mich zu verstehen, ahnte ich bereits, dass jenseits von Schützenfest und Fußballverein mehr als das existierte. Aber wo hielt sie sich versteckt, die Subkultur?

Wirst du für das, was du bist, nicht akzeptiert, bleibt dir Resignation oder Rebellion. Ich entschied mich für Letzteres. Meine Freunde hörten Metal. Ich schaute mir gern die Plattencover an, aber die Musik?

The Cure und Bauhaus waren toll, aber von gestern. Bowie und Prince hörte jeder. Ich suchte nach meinem Soundtrack, der sich anfühlte wie ein Geheimnis. Ich suchte Musik, die nur mir gehörte – und fand sie in Mega City Four.


Unser Autor René ist selbst Musiker und passionierter Pop-Fan. Als etwas älteres Semester musste er von Boybands in Baggy Pants über Grunge bis K-Pop schon so einiges mitmachen. In seiner Kolumne „riffs & rants“ blickt er für uns mehr oder weniger regelmäßig auf neue Musik, Trends und Pop-Phänomene.


Im Tele-5-Musikformat Offbeat berichtete die bezaubernde Susanne Reimann von vier jungen Briten, die ihr Debüt Tranzophobia betitelten, weil sie auf unendlicher Tour in der Enge ihres Ford Transit durchgedreht waren. Ein kurzes Interview, ein Einspieler des Songs “Occupation”, schon war alles klar. Ich war nicht mehr allein.

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Marathon: Post-Punk auf mehreren Etagen

Schon mal unbekannte Wege durch einen Wald oder neue Hinterhöfe bei einem Stadtspaziergang entdeckt? Kennt ihr diese Neugier, die einen nicht loslässt und dazu antreibt, immer weiter das Gefühl der positiven Spannung aufrecht zu erhalten?

Genau dieser Effekt setzt ein, wenn man sich in die musikalische Welt der Band Marathon hineinfallen lässt. Das Post-Punk-Quintett aus Amsterdam baut mit seinen Songs Räume, die sich wie ein Gebilde zusammensetzen, in dem man hinter jeder Tür schauen möchte.

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