Theresa Zanon: Acoustic Pop aus Berlin

Angefangen hat bei Theresa Zanon alles mit dem Trompetenunterricht als Kind. Wenig später lernte die Berliner Musikerin auch andere Instrumente, sang im Chor, entdeckte mit 13 das Gitarrespielen für sich und begann schließlich, eigene Lieder zu schreiben. Inzwischen studiert sie Musik auf Lehramt, ist Sängerin einer Big Band und vor allem in der Berliner Region auch als Solokünstlerin live unterwegs.
Theresa Zanon macht ruhige Popmusik, ohne dabei eindimensional zu klingen. Die Musik kommt ohne viel Schnickschnack aus und zieht einen schnell in ihren Bann. Theresa Zanons glasklare Stimme bringt außerdem die Kraft und Energie mit, die man braucht, wenn man sich neben den eigenen Kompositionen auch an Cover von Songs wie Adeles „Rolling in the Deep“ heranwagt.

Fazit: Theresa Zanons sympathische Ausstrahlung und ihr feinfühliger Sinn für Atmosphäre und Harmonien prägen ihren Singer/Songwriter-Pop und sorgen für einen besonderen Zauber.

Dafululu: jazziges Gesangsduo

Ihren Stil nennen Dafululu bescheiden „Komfort-Musik“. Tatsächlich verbreiten die Songs des Duos eine gemütlich-behagliche Stimmung voll Harmonie und weichem Sound – und doch steckt eine ganze Menge mehr dahinter.

Kennengelernt haben sich die beiden Freunde David und Fuli als junge Sänger bei den Wiener Sängerknaben. Inzwischen studieren sie beide an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Ihr erstes Album Altbausession ist die Aufnahme eines Wohnzimmerkonzerts, das Dafululu 2020 gegeben haben, und seit kurzem über die Streamingplattformen zu hören.
David und Fuli haben zwei melodische Stimmen, die ganz wunderbar ineinander greifen und verschmelzen. In den zweistimmigen Passagen wie auch während der Solo-Parts sitzt jeder Ton, hier klingt die klassische Ausbildung durch. Dazu begleitet das Duo sich selbst an Piano und Akustikgitarre. Die Klavierläufe und Gitarrenakkorde haben dabei einen sanft jazzigen Einschlag. Einen Großteil ihrer Lieder schreiben sie selbst, ab und an ist auch mal ein Cover dabei.

Fazit: Dass sie ihr feines Gehör für Harmonien und früh trainiert haben, hört man beiden Dafululu-Kollegen auf Anhieb an. Aus ihrer klassischen Prägung im Knabenchor haben sie als Duo einen erwachseneren Sound entwickelt.

Florian Ehrmann: Stuttgarter Indie-Soul-Pop

Als Siebenjähriger entdeckte Florian Ehrmann die Gitarre für sich. Es hat nicht lang gedauert, bis er sich auch an ersten Liedtexten ausprobierte. Inzwischen scheint der Stuttgarter Künstler musikalisch angekommen zu sein.

Florian Ehrmann hat als Solokünstler eine kleinere EP und zwei Singles veröffentlicht, die nächste EP folgt im Dezember auf Bandcamp. Außerdem schreibt er Musik für Film und Werbung und hat ein Faible für Fotografie und Dokumentarfilme, was auch in seinen Musikvideos durchblitzt. Bei Auftritten ist der Singer/Songwriter bisher meist solo unterwegs.
Florian Ehrmanns Musik strahlt Lebendigkeit ab und dabei ist es ganz egal, ob der ganze Song rhythmischen Schwung mitbringt wie „Beautiful Woman“ oder ob der Sound etwas düsterer daherkommt wie in „Beautiful Day“. Hin und wieder baut Florian Ehrmann auch für einen Singer/Songwriter etwas untypischere Ideen ein – je nach Song sind das etwa eine Flöte, elektronische Elemente oder aufgedrehte perkussive Rhythmen.

Fazit: Eingängige Melodien, eine angenehm gelassene Stimme und das ein oder andere unerwartete Detail gibt es bei Florian Ehrmanns Songs zu entdecken. Man darf gespannt sein, was noch kommt.

Kalina: Singer/Songwriter-Pop aus Wien

Mal ruhig, mal aufgewühlt singt Kalina Pop-Songs mit Einschlägen aus verschiedensten Genres und Stimmungen. Ihre Texte drehen sich um persönliche Themen wie Freiheit, Abschiednehmen und Empowerment.

Kalina wurde in Madrid geboren und wuchs in Österreich auf. Das Studium führte sie zeitweise nach London, inzwischen hat sie aber Wien als ihre Basis auserkoren. Konzerte haben die Songwriterin in verschiedenste europäische Ecken geführt. 2017 veröffentlichte die Songwriterin eine erste EP, seitdem gibt es ab und an eine neue Single zu hören.
Gespickt mit R&B und jazzigen Einflüssen kommen von Kalina wohl durchdachte Singer/Songwriter-Songs. In ihrer Stimme liegt Kraft und Beharrlichkeit, gleichzeitig ist sie nicht angewiesen auf überbordende Dramatik und füllt einen Raum auch mal nur mit Gesang und leisen Jazzakkorden von der Gitarre wie bei „Thousand Rivers“.

Fazit: Kalina singt mal eindringlich, mal zurückhaltend. Ihre Songs sind zeitlos schön und mit feinsinnigen Details gespickt.

Mo Klé: Songwriter mit Ecken und Kanten

Mo Klé heißt mit bürgerlichem Namen René Grünfelder. Der Singer/Songwriter kommt aus der Schweiz und hat Ende Oktober sein erstes Album Parallel Worlds veröffentlicht. In den acht Songs darauf beschäftigt er sich mit gesellschaftlichen und persönlichen Fragen etwa zu unterschiedlichen Lebensrealitäten, Liebe oder Diskriminierung.
Mo Klé singt auf Englisch und Deutsch. Seine Musik ist wie geschaffen für rauen Herbstwind und wärmendes Kaminfeuer. Statt für allzu glatt geschliffenen Sound steht er nämlich sowieso lieber für Musik mit Ecken und Kanten. Ganz klassisch setzt der Musiker vor allem auf Gesang und Akustik-Gitarre, hat aber als Unterstützung auch eine volle Band-Besetzung hinter sich.

Fazit: Mit Gefühl singt sich Singer/Songwriter Mo Klé durch bodenständigen Americana-Sound.

Frau Lehmann: leichtfüßiger Indie-Pop

Von Frau Lehmann kommen luftige deutsche Indie-Songs. Die Musik trägt etwas Umherstreifendes, Suchendes in sich und hat doch ihre Bodenhaftung nicht verloren.

Frau Lehmann nennt sich eine Leipziger Band rund um Frontfrau und Texterin Fiona Lehmann. Die Konstellation ist noch frisch – erst zwei Singles hat die Band bisher veröffentlicht. Eine erste EP lässt aktuell also noch auf sich warten, sie ist aber in der Mache.

Die etwas verträumte Lyrik der Songs von Frau Lehmann spinnt sich um Alltägliches herum und transportiert gemeinsam mit den ohrwurmtauglichen Melodien einen fast kindlich-leichtfüßigen Blick auf die Welt. Die Texte lassen sich tragen von der klaren Singstimme von Fiona Lehmann. Dazu gibt’s E-Gitarre mit Retro-Sound, minimalistisches Schlagzeug und klangliches Feingefühl.

Fazit: Mit deutschen Texten, musikalischer Zwanglosigkeit und trotzdem einer Prise unbestimmter Sehnsucht entwickeln Frau Lehmann eine besondere Mischung aus Indie-Pop und Singer-Songwriter-Stil.

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To Athena: Ihre Magie war nie weg

„Have I Lost My Magic?”, fragt sich To Athena in ihrem letzten Album. Die Antwort darauf ist einfach, denn beim Hören ihrer Kammerpopsongs samt neunköpfigem Oorchester wird man auf magische Weise in den Bann gezogen.

BoykottOne: friesischer Rap ohne Dorfromantik

Während viele Deutschrap-Künstler:innen ihre Geschichten aus Großstädten erzählen, bleibt BoykottOne bewusst in Friesland. Der Rapper beschreibt das Leben außerhalb urbaner Räume. In den Texten geht es um Isolation, politische Spannungen und die Frage, wie man in einem Umfeld bleibt, das sich spürbar verändert

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Mala Oreen: Folk mit Charakter

Bei Singer-Songwriterin Mala Oreen meint man schon herauszuhören, dass sie in mehreren Welten zu Hause ist. Für ihre neuen Songs hat sich die schweizerisch-amerikanische Musikerin statt von ihrer Heimatstadt Luzern vom Nachthimmel in Texas und der Landschaft New Mexicos inspirieren lassen.

Bevor sie sich in den amerikanischen und irischen Folk verguckte, lernte Mala Oreen allerdings erst ganz klassisch Geige und nahm Gesangsunterricht. Zusätzlich zu ihrem Soloprojekt ist sie auch in Bandformation unterwegs, tourte neben Deutschland und Holland auch schon durch Irland und die USA. Für ihr nächstes Album hat es Mala Oreen erneut für eine kreative Auszeit in die USA gezogen. Awake erscheint im November.
Mit perlender Stimme singt Mala Oreen sich durch die Folk-Melodien ihrer Lieder. Und auch bei der Begleitung an Gitarre, Mandoline oder Geige zeichnet sie einprägsame Muster und Formen. So klingen manche Songs spielerisch und befreit, andere tragen eine gewisse Wehmut in sich oder preschen nach vorn.

Fazit: Mala Oreen merkt man an: Sie weiß, wie sie klingen möchte. Ihre reife Stimme setzt sie mal mit Nachdruck, mal voller Fragilität ein. Mit der abwechslungsreichen Instrumentalbegleitung fängt sie gekonnt Stimmung ein.

Oska: Indie-Pop aus Leidenschaft

Schon mit ihrer ersten EP Anfang des Jahres hatte die Wiener Newcomer-Musikerin Oska alle auf ihrer Seite. Mit ihrer unnachahmlichen Art gewinnt sie einen schließlich schnell für sich.

Die Musik scheint Oska wie ein Wegweiser durch das Leben zu tragen. Mit 18 Jahren zog die Künstlerin aus ihrem Heimatdorf in die österreichische Hauptstadt. Studiert hat sie dort Pop- und Jazz-Gesang, nebenbei spielte sie als Straßenmusikerin. Seit vergangenem Jahr ist sie bei dem kanadischen Label Nettwerk unter Vertrag, hat im Januar ihre erste EP veröffentlicht und kürzlich für Februar 2022 ihr Debütalbum angekündigt.
Oska macht ganz wunderbar glasklaren Indie-Pop. Die Sängerin hat das besondere Talent, mit ihrer Musik hin und wieder so ein subtiles Gefühl unbestimmbarer Schwere hervorzurufen und im gleichen Moment doch irgendwie eine fast tänzelnde Unbekümmertheit zu verbreiten. Ihr weicher Gesang spielt mit feinen Pop-Melodien, begleiten lässt sie sich vorrangig von einer wohldosierten Akustikgitarre.

Fazit: Oska ist mit ihrem eingängigen, charakteristischen Klang eine ganz besondere aufstrebende Musikerin. Auf das erste Album darf man auf jeden Fall gespannt warten – den 25. Februar könnt ihr euch also schon mal in den Kalender eintragen.

Moe: Folk-Pop für laue Sommerabende

Der Singer-Songwriter Moe aus Bielefeld verbreitet mit seiner nachdenklichen Stimme und der verspielten Gitarre eine angenehm warme Atmosphäre.

Seit 2015 lässt sich Musiker Moritz Herrmann alias Moe bereits regelmäßig auf den Bühnen des Landes blicken. Drei Jahre später entstand sein Debüt-Album Folding Cranes, letztes Jahr kam die EP Melancholy’s Lovely hinterher. Für diesen Herbst ist außerdem ein zweites Album angekündigt.
Die Songs von Moe leben von dem ästhetischen Unterbau seiner Akustik-Gitarre. Während der Singer-Songwriter live häufig solo unterwegs ist, gibt’s auf den Aufnahmen zusätzlich auch dezente Band-Unterstützung. Die Gesangsmelodien haben Pop-Charakter, die Stimme des Musikers klingt etwas dreamy, behält aber ihre Bodenhaftung.

Fazit: So ganz kann man sich nicht entscheiden, ob die Songs eher melancholisch oder doch ausgelassen klingen. So oder so spürt man beim Hören schon die Sonne im Nacken.

Lemony Rug: head-in-the-clouds-Indie

Ob Singer/Songwriter-typisch gezupfte Gitarrenpatterns oder temporeicher, rockiger Sound: Lemony Rug aus Hamburg besticht mit einer vielseitigen Debut-EP.

Mit seiner ersten Single „I Won’t Turn Around“ legte Léon Rudolf 2019 den Grundstein für sein musikalisches Soloprojekt Lemony Rug. Gerade hat der Musiker seine Debut-EP There’s Good To Come herausgebracht.
Lemony Rugs verträumt-sympathischer Sound kommt mit wenig aus: Fokus auf der Gitarre, der Schlagzeugbeat hält sich meist zurück, über allem liegt ein beharrlicher Optimismus. Beiläufig lässt der Musiker hin und wieder eine sanfte Zweistimmigkeit einfließen oder wagt den ein oder anderen rockigeren Ausflug.

Fazit: Trotz einer gewissen melancholischen Ader klingt doch vor allem die Zuversicht durch, wenn uns Lemony Rug untermalt von Cello und Ukulele auf dem Schluss-Track seiner EP verspricht: There’s good to come!