vernukkt hießen bis neulich noch twentyseven., und als diese haben sie einen semi-prominenten Talentwettbewerb gewonnen. Das ist nicht weiter verwerflich, vielleicht etwas uncool, doch hat die Band sich längst freigeschwommen.
Auf ihrer Homepage gibt’s einen Infotext zum Download, in dem steht so gut wie nur Quatsch (aber hey, es gibt eine Homepage und sogar einen Infotext). Das passt bestens zu der verspielt entspannten Außendarstellung und immerhin erfahren wir so: Nuk ist Frontsänger, ich sah ihn auch schon Gitarre und Keys bedienen, Dave am Schlagzeug, Tom spielt Bass.
vernukkt sind noch jung, echt, und machen deutschsprachige Popmusik zwischen NDW und Bilderbuch, mit Texten über Egales, über Liebe und nochmal über Egales. Jetzt kommt der Plot – das ganze Sammelsurium aus Zitaten, selbstgemalten Covern und jugendlichem Leichtsinn macht großen Spaß beim Sehen wie Hören. Wiederholt, erst zufällig, jetzt mit Vorsatz, lief der hier Schreibende dem Trio vor die Flinte (meint Bühne) und konnte sich trotz anfänglicher Skepsis gegenüber der schnoddrigen kurze-Hosen-Attitüde dem Charme der Rasselbande schließlich nur ergeben. Drei Freunde mit Instrumenten. Ob sie in ihrer Freizeit auch Kriminalfälle lösen, ist nicht überliefert.
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