The Wooden Wolf: einsamer Folk

Der Singer-Songwriter The Wooden Wolf  hält, was sein Name verspricht: Wie ein einsamer Wolf klingt er, allein mit seiner Akustikgitarre, mit der Melancholie in seinen Liedern und der rauen Stimme.

Der französische Musiker singt auf englisch und geht so routiniert mit Genre und Stimmung um, dass man ihn glatt für ein amerikanisches Folk-Country-Urgestein halten könnte.
Auf seinen EPs setzt The Wooden Wolf auf eine einfache Besetzung. Nur spärlich lässt er sich begleiten. Neben den allgegenwärtigen, teilweise recht komplexen Zupfmustern seiner Gitarre finden sich nur hin und wieder einzelne andere Instrumente wie Streicher oder Schlagzeug im Hintergrund. Der Gesang steht so unangefochten im Vordergrund, dass er Raum hat, die atmosphärischen Texte einzufangen; man hört mal eine gefestigte Stimme, mal Schmerz und Zweifel.

Fazit: Mit viel Einfühlungsvermögen und Gefühl für passende Stimmung singt The Wooden Wolf Texte voller Geschichten.

 

Emersound: musikalische Reise um die Welt

Die Musiker von Emersound verbinden die musikalische Energie aus ihrer brasilianischen Heimat mit anderen Stilen aus der ganzen Welt. Was dabei entsteht, ist etwas ganz Besonderes.

Die Truppe um Frontmann Emerson Araújo hat sich inzwischen in Berlin angesiedelt und versprüht ihre Vibes von dort aus in ganz Europa. Zwei Studioalben und ein Liverecording haben sie schon gemeinsam in Umlauf gebracht, die Konzerte der energiegeladenen Band lohnen sich erst recht.
Die unschlagbare Mischung aus lateinamerikanischen Rhythmen, Funk, Afro-Beat, HipHop und Reggea zieht bei ihrem Publikum ohne Frage. Schlagzeug und Percussion geben das südamerikanische Grundfeeling vor, die Gitarre sorgt je nachdem für eine Prise Funk oder Reggea. Emerson Araújo ist mit seinem Sprechgesang und dem charismatischen Auftreten das Gesicht von Emersound. In Brasilien und Chile ist der Name Araújo wohl längst nicht mehr unbekannt, um die Leute hierzulande von ihrer gut gelaunten, urbanen und etwas exotischen Art zu überzeugen, haben sie sich mit Berlin wahrscheinlich schon einmal das beste Terrain ausgesucht.

Fazit: Für alle, die bei Musik grundsätzlich den Drang haben, sich zu bewegen, und mal Lust auf etwas anderes haben, ist Emersound die richtige Wahl. Sie haben ein Gefühl für verschiedenste Genres, texten in verschiedenen Sprachen und wirken unglaublich offen – man hat fast das Gefühl, dass Emersound überall auf der Welt zuhause sind.

  • Meilensteine:
    2011 Mi Raza
    2015 Live In Santiago De Chile
    2016 Música Propria
  • Umleitung: http://emersound.net/

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Ryan McMullan: Pop-Star von Morgen

Ryan McMullan, Singer-Songwriter aus dem nordirischen Belfast, ist gerade dabei, die Pop-Szene zu erobern.

Der erste Vorbote für ein Debut-Album ist gerade am 14.9. auf den Markt gekommen: Die Single „Bowie On The Radio“ ist ein Tribut an David Bowies „Heroes“ und erzählt eine Geschichte aus dem nächtlichen Manhattan.
Mit seiner Art zu singen, reiht McMullan sich ein in die Tradition gehypter Sänger wie James Blunt oder Ed Sheeran, deren Markenzeichen ebenfalls eine besonders sanfte und gleichzeitig voluminöse Stimme ist. Bei letzterem war McMullan passenderweise auch schon als Vorband dabei, weitere Konzerttermine für die nächste Zeit – unter anderem auch in Deutschland – sollen demnächst bekannt gegeben werden. Stimmlich deckt Ryan McMullan ganz klar ein weites Spektrum ab, von zarten Tönen in der Höhe über ausladende melodische Verzierungen bis zu fast souliger Power.

Fazit: Ryan McMullan hat mit „Bowie On The Radio“ soeben den Anfangsstein für eine vielleicht steile Karriere gelegt. Man sollte also abwägen, ob man sich die kommenden Veröffentlichungen und die Auftritte in Deutschland entgehen lassen möchte, denn wer weiß, wie lange der Mann noch „bloß“ ein Geheimtipp bleiben wird.


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Luc Stargazer: epischer Shoegaze

Das Rock-Quartett Luc Stargazer legt einen fetten Sound an den Tag.

Obwohl die Band sich bereits 2010 gegründet hatte, war sie bis vor kurzem abgesehen von einer EP recht zurückhaltend, was Studioaufnahmen angeht. Ende August kam dafür endlich ein komplettes Album auf den Markt. Und das Warten hat sich gelohnt: Lunascape ist eine starke Platte geworden.
Dass Luc Stargazer seit ihrer Gründung vor fast einem Jahrzehnt einiges an Banderfahrung sammeln konnten, spiegelt sich nämlich auch in Lunascape wieder. Das Album ist angenehm ausgereift, die Band wirkt selbstsicher und routiniert. Die Tracks klingen im Allgemeinen sphärisch, aber dennoch bodenständig und nicht überzogen. Wirklich Spaß machen die saftigen Rock-Riffs der Gitarre und das wuchtige Schlagzeug. Zusammen mit der intensiven Stimme des Sängers und dem gut dosierten Hall werden die Songs richtig episch. Sehr schön auch, wie diese aufgeladene Atmosphäre immer wieder von ruhigen, rein instrumentalen Interludes durchbrochen wird. Tracks wie „4 A.M.“ oder „Saturn“ holen die Hörerschaft wieder auf den Boden zurück, verbreiten Melancholie und scheinen eine ganz eigene geheime Geschichte zu erzählen.

Fazit: Zwei Pole in der Musik zu verbinden, ist keine leichte Sache. Luc Stargazer bringen es fertig, auf einen Song voller Power einen zweiten mit fast zerbrechlichen Tönen folgen zu lassen, ohne dass es unpassend klingt.


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Laura Heller: Weltenbummlerin mit Musik im Gepäck

Abenteuerlust und Fernweh: Wer ab und an solche Gefühle hat, der sollte schleunigst einmal in die Musik der jungen Folk-Musikerin Laura Heller reinhören.

Der Titel ihres Debuts Travelling Further erklärt schon, auf wie ihre Lieder entstanden sind: fernab ihrer Heimat Eichstätt auf Backpacking-Tour in Asien und Australien. Und diese Lebensweise scheint es ihr angetan zu haben, schließlich ist sowohl der klassische Weltenbummler wie auch der Prototyp des Folk-Musikers zwar gesellig, aber vornehmlich allein unterwegs. So wundert es nicht, dass Laura Heller vor allem auf Gesang und Gitarre setzt, zur Unterstützung kommt höchstens mal ein Banjo oder eine Blues Harp dazu.
Laura Heller singt leichtfüßig und unbekümmert, die Songs sind trotz minimalistischer Instrumentation voller Leben. Ihre Titel klingen trotz allem nicht zu seicht, man merkt der Musikerin an, dass die Texte Bedeutung für sie haben, und ihre Stimme ist zwar zart, jedoch keinesfalls zerbrechlich.

Fazit: Mit Laura Heller ist die Welt des Folk um eine besondere junge Musikerin reicher.


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