MYLLER: Stiller Held im Deutschpop

Die Musik von MYLLER bewegt sich im Spannungsfeld von Deutschpop, Singer-Songwriter und Indie. Die Songs sind geprägt von warmen Gitarren, dezenten Keys und klaren Vocals, die oft eher minimalistisch als groß produziert sind. Statt auf übertriebene Effekte setzt er auf eine intime Instrumentierung, die die Texte in den Vordergrund stellt und dabei sowohl ruhige Balladen als auch dynamischere Popsongs zulässt.

MYLLER heißt eigentlich Lukas Müller, ist Mitte 20 und stammt aus dem Raum Gießen. Schon als Teenager brachte er sich selbst das Gitarrespielen bei. Seit 2020 veröffentlicht er unter seinem Künstlernamen eigene Songs, zunächst inmitten der Corona-Zeit, die für ihn zur Initialzündung wurde.

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taal: brandneue Stimmen im deutschen Indie-Pop

Obwohl das queere FLINTA-Duo taal bisher erst drei Singles veröffentlicht hat, zeigen die beiden schon jetzt was für eine Vielseitigkeit in ihnen steckt.

Die allererste Single „alles/nichts“ deutet schon mit dem Titel auf ein eher trauriges Thema: Clara Kieser und Tari Hetzel schildern im Text die Gefühle einer Person direkt nach dem Ende einer Beziehung und erschaffen damit eine perfekte Heartbreak-Hymne. Der Sound erinnert an Lieder von Phoebe Bridgers oder Lucy Dacus.

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Carla Ahad: Die Stimme des jungen Hauptstadt-Indie-Pop

Mit mehr als acht Millionen Spotify-Streams zählt Carla Ahad jetzt schon zu den spannendsten jungen Stimmen der deutschen Musikszene. Seit 2021 hat sie über 20 Singles veröffentlicht und liefert konstant neue Musik.

Der Festival-Sommer 2025 hat für Carla Ahad längst begonnen – doch bevor es in die sommerliche Release-Pause geht, hat die Musikerin mit „Ich könnt ans Meer“ ihren ganz eigenen Sommerhit herausgebracht. Ein musikalisches Polaroid zwischen Stadtleben und Sehnsucht. Her mit den lauen Abenden, offenen Fenstern, und einfach mal die kleinen Dinge feiern! Mit einer Mischung aus urbaner Leichtigkeit und Melancholie singt Carla von Wetter, Wolkenbildern und Momenten, die wie Zitrusfrüchte prickeln.

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Interview: YETUNDEY, was macht eine Boss Bitch aus?

Aufgewachsen in Leipzig, bereits als Teenagerin auf der Bühne, Rapperin, Songwriterin, Produzentin, Musikvideoregisseurin und Tänzerin: bei YETUNDEY trifft man auf ein echtes Multitalent. Die Künstlerin mit deutsch-französisch-nigerianischen Wurzeln hat nicht nur große Visionen und ganz viel Power, sondern auch ein großes Ziel: Menschen erreichen. Ende dieses Jahres erscheint ihr Debütalbum F60.30. Mit ihrer Auftaktsingle „Goodie“ gibt sie bereits einen Vorgeschmack auf freche Texte und tasty Beats. Wir haben sie in ihrem Studio in Berlin interviewt.

© Arthur Blum

Musik unterm Radar: Du sprichst mehrere Sprachen. Gibt es eine Lieblingssprache, in der du am liebsten singst oder rappst?

YETUNDEY: Ich hab‘ angefangen mit Englisch, das fiel mir am leichtesten. Wahrscheinlich, weil man englischer Musik am meisten ausgesetzt ist. Mit der Zeit habe ich mich immer mehr ins Deutsche verliebt. Französisch macht mir aber auch Todesspaß! Ich liebe den Sound.

Was steckt hinter dem Namen YETUNDEY?

Yetunde – ohne zweites Ypsilon – ist mein Mittel- und Yorubaname. Yoruba ist eine der Hauptsprachen in Nigeria. Yetunde bedeutet „die Mutter ist zurückgekehrt“. Das ist ein traditioneller Name, den man vergibt, wenn das erste Enkelkind, das nach dem Tod der Großmutter geboren wird, ein Mädchen ist.

Du hast 2018 deine erste EP „See No Evil“ rausgebracht. Wann wusstest du, dass du im Rampenlicht stehen willst?

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SHIMMER. im Interview: „Wir haben einfach Feuer unterm Arsch“

SHIMMER. aus Stuttgart stehen für poppigen Indie mit Einflüssen aus Disco, Funk und House. Ihre erste EP Vermissen erschien im vergangenen Jahr, seitdem war die Band viel unterwegs, hat ihre erste Tour in Eigenregie organisiert, Festivals gespielt und war gerade erst auf ihrer zweiten Deutschlandtour unterwegs. Vor ihrem Konzert in Heidelberg haben sich Mark (Gesang/Gitarre), Joscha (Bass), Felix (Keys & Synths) und Finn (Drums) Zeit für ein Interview genommen.

© SHIMMER.

Musik unterm Radar: Obwohl es SHIMMER. noch gar nicht lang gibt, habt ihr schon eine EP und mehrere Singles veröffentlicht und seid jetzt das zweite Mal in ganz Deutschland auf Tour. Wie kommt ihr auf euren hohen Output?

Felix: Wir haben einfach Feuer unterm Arsch.
Joscha: Andere Bands zerbrechen sich oft lang den Kopf über etwas, und wir machen einfach. Wir haben uns gedacht, dass es nicht so schwer sein kann, auf Tour zu gehen und sind das einfach angegangen.
Felix: Wir haben eine gemeinsame Vision vor Augen und ziehen alle zusammen an einem Strang.
Mark: Wir haben die erste Tour geplant, noch bevor wir unsere erste Single gedroppt haben.

Wie habt ihr euch kennengelernt?

Joscha: Alles begann damals, 2004, im Sommer in der Krabbelgruppe. Da haben Felix und ich uns kennengelernt.
Felix: Seitdem sind wir Atzen! Ich hab’ Finn dann über eine Salsa-Band der Stuttgarter Musikschule kennengelernt. Zu Beginn hatten wir ein Trio.
Mark: Und ich kannte Finn, weil mein Vater auf seiner Schule unterrichtet hat und wir einen ähnlichen Freundeskreis hatten. Nach meinem ersten eigenen Festivalauftritt kam dann die Idee, zusammen Musik zu machen.

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DRIMA: Indiepop mit Traumfaktor

Zwischen Berliner Beton, Indiepop und Rap-Einflüssen kreieren DRIMA einen Sound, der gleichzeitig verträumt und wach wirkt. Ob melancholisch oder hoffnungsvoll: Das Duo fängt das Lebensgefühl einer Generation ein, die sich irgendwo zwischen Orientierungslosigkeit und Neuanfang bewegt.​

DRIMA (gesprochen wie Dreamer) sind der 20-jährige Sänger und Songwriter Liam und Producer Moritz, die sich beide 2020 bei der KIKA-Show Dein Song kennengelernt und es bis ins Finale geschafft haben. Vier Jahre später erschien ihre erste EP Fast Verworfen – ein kompaktes, ehrliches Debüt über Einsamkeit, das Suchen nach Identität und die kleinen Aufbrüche zwischendurch.​

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Bac: Rote Fäden sind überbewertet

Samuel Bach, besser bekannt als bac, hat sich in den letzten Jahren als musikalisches Chamäleon gezeigt – immer in Bewegung und niemals langweilig. Sein wilder Mix aus Pop und Rap klingt mal wie eine emotionale Achterbahnfahrt, mal wie ein fröhlicher Spaziergang im Park. Seine zweite EP „Manchmal so, Manchmal so“ beschreibt bac wie folgt: „Der rote Faden ist, dass es keinen roten Faden gibt.“ Und wer braucht schon einen?

Seine musikalische Entwicklung wird in jedem neuen Release deutlich. Auf seiner ersten EP experimentierte bac schon mit verschiedenen Stilrichtungen, doch auf „Manchmal so, Manchmal so“ tauscht er den Trap-Vibe mit fluffigen Piano- oder Gitarrensounds. Nicht selten erinnert er in seiner Tonlage und dem Flow an Cro oder gar Max Herre. Zu seinen bisherigen Erfolgen zählt auch der Hit „Rosaroter Tee“, der es in die deutschen Singlecharts schaffte.

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Levka: Rising Star am Pop-Himmel

Zum Zeitpunkt, an dem ich diesen Text schreibe, hat Levka knapp 20.000 monatliche Hörer*innen auf Spotify, 1.600 Follower auf Instagram und nur eine veröffentlichte Single – ach ja, und einen Plattenvertrag bei Sony. Der Neunzehnjährige behauptet selbst von seiner Musik, dass man sie nicht klar irgendwo einordnen könne; wohl irgendwo zwischen Indie und Pop. Aber Indiepop-Künstler gibt es in rauen Mengen, warum also prophezeit man ausgerechnet Levka so eine erfolgreiche Zukunft?

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PANTHA: rebellischer Deutschpop aus Mannheim

Wer hätte gedacht, dass deutsche Popmusik so empowernd und edgy sein kann! PANTHA überzeugt mit bissigen Lyrics und energiegeladenen Beats, die tagelang im Ohr bleiben.

Die 23-jährige Musikerin PANTHA sagt in ihren Songs, was sie denkt, und streckt dabei gern mal den Mittelfinger aus. In direkten und self-empowernden Songtexten singt sie über innere und äußere Zwänge wie toxische Beziehungen, Suchtmittel oder gesellschaftliche Erwartungen.

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Frau Lehmann: leichtfüßiger Indie-Pop

Von Frau Lehmann kommen luftige deutsche Indie-Songs. Die Musik trägt etwas Umherstreifendes, Suchendes in sich und hat doch ihre Bodenhaftung nicht verloren.

Frau Lehmann nennt sich eine Leipziger Band rund um Frontfrau und Texterin Fiona Lehmann. Die Konstellation ist noch frisch – erst zwei Singles hat die Band bisher veröffentlicht. Eine erste EP lässt aktuell also noch auf sich warten, sie ist aber in der Mache.

Die etwas verträumte Lyrik der Songs von Frau Lehmann spinnt sich um Alltägliches herum und transportiert gemeinsam mit den ohrwurmtauglichen Melodien einen fast kindlich-leichtfüßigen Blick auf die Welt. Die Texte lassen sich tragen von der klaren Singstimme von Fiona Lehmann. Dazu gibt’s E-Gitarre mit Retro-Sound, minimalistisches Schlagzeug und klangliches Feingefühl.

Fazit: Mit deutschen Texten, musikalischer Zwanglosigkeit und trotzdem einer Prise unbestimmter Sehnsucht entwickeln Frau Lehmann eine besondere Mischung aus Indie-Pop und Singer-Songwriter-Stil.

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Julia Effekt: Die letzte deutsche Welle

Bisschen Nostalgie ist erlaubt beim Hören der Wiener Band Julia Effekt, die sich selbst als die „letzte deutsche Welle“ bezeichnen. Tatsächlich klingt die Band aber so ganz und gar nicht altbacken, stattdessen ist von launigen balladen bis zu wütendem Punk alles dabei.

LAVINIA: Tour durchs Tagebuch

LAVINIAs Tracks beginnen oft ruhig und nur mit Gesang, begleitet von Gitarre oder Klavier. Der Sound wird dann im Laufe des Songs immer kräftiger und instrumental facettenreicher. Die Tracks sind klanglich und textlich eine Geschichte, die sich zuspitzt.

MAIIJA: Gefühlvoller Widerstand

Die Künstlerin MAIIJA aus Wien kombiniert Popelemente und elektronische Beats mit ihrer bemerkenswerten Stimme und viel Gefühl. Für unseren Autor sind ihre Songs nicht nur stilistisch, sondern auch inhaltlich ein frischer Gegenwind.

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