B3: Berliner Fusion-Experten

Der Fusion-Jazz von B3 macht Laune, steuert auch mal in die rockige Ecke – und lässt einen staunen.

Die Köpfe hinter dem kryptischen Bandnamen B3 heißen Ron Spielman (Gesang, Gitarre), Andreas Hommelsheim (Hammond-Orgel, Keyboard, Klavier), Gérard Batrya (Bass) und Lutz Halfter (Schlagzeug). Pianist Hommelsheim hatte als Komponist und Produzent auch bei Stars wie Nina Hagen, Jan Delay oder Max Raabe schon seine Finger mit im Spiel. Seit 2014 hat er mit seinen Kollegen von B3 drei Alben herausgebracht, kürzlich haben sie mit ihren neuen Singles „Fake News“ und „So Tired“ wieder von sich hören lassen.
B3 haben Ahnung von ihrem Genre. Bei den Songs groovt man unwillkürlich mit und die Virtuosität der Musiker hat eine beneidenswerte Coolness. Die Band versteht sich auf markante musikalische Themen und die jazzigen Soli verleihen den Tracks auch mal einen ausgelassenen Jam-Charakter.

Fazit: Bei B3 sind vier Profis am Werk, die noch dazu sichtlich Spaß an ihrer Musik haben.

  • Meilensteine:
    • 2014 Debut Back To My Roots
    • 2015 Memories in Melodies
    • 2017 Get up! Live at the A-Trane
  • Umleitung:

ClariNoir im Interview: „Sobald ich auf der Bühne bin, legt sich die Aufregung“

Sie sind sehr jung und schon absolute Profis: Die beiden Brüder Ivo und Ilja Ruf (*1999 und *2001) sind gemeinsam mit Nikolai Gast (*1999) als Trio ClariNoir bei Konzerten wie dem Schleswig-Holstein Musikfestival zu sehen, gewannen den Bundeswettbewerb von Jugend Musiziert mit Höchstpunktzahl, sie sind Stipendiaten und Preisträger verschiedener Organisationen. Auf Initiative ihrer Väter hin sind die drei zu einem preisgekrönten Trio zusammengewachsen und ganz nebenbei auch zu Freunden geworden.

© Jan Baruschke

Musik unterm Radar: Euer Trio ClariNoir gibt es seit 2013. Wie alt wart ihr zu dem Zeitpunkt? Und war die Gründung eure eigene Idee?

Ivo: Ich glaube, Nikolai und ich waren 13 und Ilja wahrscheinlich 12.
Nikolai: Ursprünglich ging es über unsere Väter, die Kollegen an der Hochschule (Musikhochschule Lübeck, Anm. d. Red.) sind. Ivos und Iljas Vater ist Professor für Popularmusik, meiner Orgelprofessor. Dann haben wir quasi als Testlauf, ob wir uns verstehen, abends in der Kirche eine kleine Canzona gespielt. So haben wir zueinander gefunden. Dann haben wir bei Jugend Musiziert mitgemacht – das war dann die Motivation ein Programm einzustudieren. So hat sich das entwickelt.

Das heißt, ihr wurdet – überspitzt gesagt – von euren Vätern verkuppelt, ohne euch zu kennen?

Nikolai: Ja genau, kann man so sagen.
Ilja: Zufälligerweise haben wir uns dann aber recht schnell sehr gut verstanden und wollten weiter miteinander spielen.

Kommt es denn vor, dass einer eurer Väter sich einmischt und euch sagt, wie ihr etwas zu tun habt?

Ivo: Besonders unser Vater hat viel mit uns gearbeitet, vor allem am Anfang auch Probenarbeit mit uns gemacht und uns jetzt bei der Produktion der CD sehr geholfen. Aber wenn wir künstlerisch oder musikalisch irgendetwas machen wollen, wird da jetzt nicht reingegrätscht. Wenn, dann unterstützend und nicht: „Macht das aber so!“

Kriegt ihr euch in den Proben manchmal in die Haare, wenn ihr entscheiden müsst, wie ihr ein Stück interpretieren wollt?

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Emerson Prime: einmaliger Sound

Die Band Emerson Prime aus Hannover haben sich von Anfang an ihren eigenen Sound erspielt. Im Moment haben sie auch die ein oder andere neue Single im Gepäck.

Sängerin Erika Emerson ist die Tochter eines englischen Gesangsprofessors und einer schottischen Jazzdozentin. Ihre Kollegen bei Emerson Prime: Simon Lorenz (Bass), Joschka Merhof (Keyboard), Jan Beyer (Gitarre) und Tobias Lammers (Drums). 2015 trafen die fünf das erste Mal am Popinstitut in Hannover im Proberaum aufeinander. Eine EP, ein Album und drei Deutschlandtouren später wirken die Musikerinnen und Musiker, als hätten sie schon immer zusammen gespielt.
Emerson Prime lassen es krachen: Gesang mit Power, massiger Sound, unerwartete Brüche und Wechsel und eine soulig-jazzige Stimmfärbung prallen aufeinander. Heraus kommt eine mitreißende Konstellation. Die Melodien sind alles andere als eintönig, musikalisch hat das Ganze Intensität, das Zuhören macht Spaß.

Fazit: So etwas wie Emerson Prime hört man so schnell wahrscheinlich kein zweites Mal. Die Band klingt eigen und charakterstark, in ihren kreativ-spannenden Melodien sprüht das Quintett vor Energie.

  • Meilensteine:
    • 2016 EP Baby It’s Fine
    • 2018 Debut Wonderseed
  • Umleitung:

Ferge X Fisherman: Smoother Hip Hop

Bei Ferge X Fisherman aus dem Frankenland treffen elektronisch produzierter Hip Hop auf Jazz-Band-Coolness.

Hinter Ferge X Fisherman stehen Rapper Fritz Fisherman und Produzent Ferge. Die beiden Nürnberger kennen sich aus ihrer Jugend – 2009 entstand ihr erster gemeinsamer Track. Ende Mai erscheint schließlich das in den Staaten aufgenommene Debut-Album Blinded By The Neon. Ganz frisch gibt es mit „Backstage“ und „Role“ auch schon zwei Album-Vorboten. Live wird es schön jazzig mit ihrer Band Lakesideboys als Backup-Truppe, die Tour steht für diesen Herbst auf der Agenda.
Ferge X Fisherman bewegen sich zwischen Jazz, Soul und Hip Hop. Rapper Fishermans coole Art funktioniert wunderbar mit der laid-back-Stimmung der Musik. Sanfte Beats und elektronische Produktion legen die Basis für smoothe Fills, die neue Single wartet mit souligen Backing-Vocals auf.

Fazit: Ferge X Fisherman machen Hip Hop ohne viel Aufregung. Durch ihre Songs zieht sich eine besondere Schwingung – manchmal fast minimalistisch setzen sie Effekte gekonnt und besonnen ein.

Wodu: jazziger Indie mit Großstadt-Flair

Bei der Musik von Wodu wird man schnell hellhörig. Eine tolle Band mit einer tollen Sängerin an der Spitze jazzt und groovt sich durch Berlin und den Rest der Republik.

Hinter dem Namen Wodu verbergen sich Sängerin Natalie, Bassist Gabriel, Gitarrist Rizzi, Hendrik an den Drums und Hannah am Cello. Seit ihrer Gründung im Jahr 2015 haben die fünf einiges an Banderfahrung gesammelt: Zwei EPs sind entstanden, live waren sie neben Konzerten in ihrer Homebase Berlin auf verschiedenen deutschen Festivals zu sehen und auch europaweit waren sie schon auf Tour. Am 5. März veröffentlichen sie ihr erstes Album Wo sind wir denn? und feiern die Release gleich noch mit einem abendlichen Konzert in der Berliner Junction Bar.
Die Mitglieder von Wodu sind jeder für sich bemerkenswerte junge Musikerinnen und Musiker. Stimmlich überzeugt Sängerin Natalie mit viel Volumen und Power, die Gitarre stellt eine funkige Basis bereit, der Schlagzeuger fängt Atmosphäre ein und sorgt gemeinsam mit dem Bassisten für stabilen Drive. Besonders das Cello ist eine tolle Ergänzung der Jazz-Besetzung und bietet mit schönem Streich-Hintergrund einen entspannenden Gegenpol zu den kräftigen Sounds der Bandkollegen. Zwischendurch lässt sich die Combo außerdem von Bläsern Akzente setzen und in instrumentalen Phasen ohne Gesang kommen alle Instrumente zum Zug.

Fazit: Wo sind wir denn? ist eine absolute Empfehlung. Softer Jazz, funkige Akkorde, etwas junger Indie-Spirit – alles aber sehr eingängig, abwechslungsreich und alles andere als jazz-typisch verkopft.

  • Meilensteine:
    • 2016 EP Wodu
    • 2020 Debut-Album Wo sind wir denn? (VÖ 5.3.)
  • Umleitung:

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Ragtime Rumours: Multiinstrumentalisten aus Holland

Mehrstimmiger Gesang, Akustikgitarre, Banjo, Kontrabass, Flöte, Baritonsaxophon, Schlagzeug, Kazoo, Waschbrett – die Liste könnte noch weiter gehen, wenn man alle Instrumente aufzählen würde, die man in den Liedern der Ragtime Rumous heraushört.

Die Ragtime Rumours sind zwar nur zu viert, bringen aber Instrumente für ein halbes Orchester mit. Angefangen haben Tom Janssen, Niki Van Der Schuren, Thimo Gijezen und Sjaak Korsten mit Gigs in kleinen Bars und als Straßenmusiker. Inzwischen gewinnen sie namenhafte Preise, beispielsweise bei der European Blues Challenge – und auch bei deren internationalen Pendant in Memphis, Tennessee waren sie schon dabei und repräsentierten ihre niederländische Heimat.
Die Musik der Band ist genretypisch rhythmisch und flink. Gespickt sind die packenden Songs mit Call-and-Response-Passagen und Soli. Die raue Stimme von Lead-Sänger Janssen passt wunderbar zur Begleitung (ganz besonders zum weichen Klang des Baritonsax), der Drummer steuert mal treibende Rhythmen und mal zurückhaltende Untermalung bei.

Fazit: Die Ragtime Rumours sind vier Profis. Die Multiinstrumentalisten beherrschen ihr Metier und scheinen trotzdem nicht den Spaß am Musikmachen vergessen zu haben.

Der Tipp zu dieser Band kam von Thursdaynext vom Buchblog Feiner reiner Buchstoff. Vielen Dank dafür!
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Katie Mahan im Interview: „Ich wusste mit vier, dass ich Pianistin werde“

Schon von weitem hört man das Klavier aus dem Übungsraum des Steinway & Sons in Berlin, wo die amerikanische Pianistin Katie Mahan ihr Interview gibt. Sechs Stunden übt sie am Tag, schon als Kind spielte sie erste Konzerte, gerade tourt sie mit dem Programm zu ihrer CD Classical Gershwin. In den letzten Jahren hat Katie Mahan unter anderem die Klavierwerke von Leonard Bernstein für die Deutsche Grammophon aufgenommen und ein Album mit Stücken von Debussy. Auf ihrer neuen CD spielt sie eigene Bearbeitungen von Klassikern wie „Fascinating Rhythm“, „I Got Rhythm“ oder „Rhapsody In Blue“. Auf ihrem Zwischenstopp in Berlin gab die Künstlerin Musik unterm Radar einen Einblick in ihre Arbeit.

Musik unterm Radar: Liebe Katie, lass uns über deine neue CD sprechen. Was macht die Musik von George Gershwin so besonders für dich, dass du ihm jetzt ein ganzes Album widmest?

Katie Mahan: Ich wusste, dass ich Pianistin werden wollte, seit ich mit vier in einem Konzert von Katia und Marielle Labèque saß. Die beiden haben an dem Abend auch Gershwin gespielt, so war seine Musik von Anfang an wichtig für mich. In Konzerten habe ich aber vor allem Debussy und die Wiener Klassiker gespielt. In Europa wurde ich dann oft gefragt, warum ich nicht mehr amerikanische Musik spiele, also habe ich bei Konzerten dann auch mal Gershwin gespielt. Inzwischen kann ich kaum ein Konzert ganz ohne Gershwin spielen, weil die Leute jetzt sagen: „Du kannst gern alles spielen, was du möchtest, aber am Ende bitte, bitte Gershwin!“

Würdest du sagen, dass du dich als Amerikanerin anders in Gershwins Musik wiederfindest, als jemand, der nicht aus den USA kommt?

Das kann sein. Die „Rhapsody In Blue“ zum Beispiel ist absolut New York: Man sieht die Lichter, „Glitz and Glamour“ und das Interkulturelle. Und auch die Entstehungsgeschichte muss man kennen: 1923 hat der Bandleader Paul Whiteman Gershwin gefragt, ob er für ein besonderes Konzert etwas komponieren würde. Gershwin sagte zu und hörte dann aber bis zum nächsten Jahr nichts mehr davon. Vier Wochen vor dem Konzert stand dann in der Zeitung, dass Gershwin ein Klavierkonzert komponiert hätte. Er hatte bis dahin noch nicht einmal damit angefangen und schrieb die ganze „Rhapsody In Blue“ auf einer Zugfahrt von New York nach Boston. Wenn man diese Geschichte kennt, hört man das alles: den Zug, die Menschenmassen von New York, das Verkehrschaos, die kleinen Straßen in Brooklyn. Beim Spielen sehe ich alles vor mir und ich möchte erreichen, dass mein Publikum es auch sehen kann. Deshalb freue ich mich auch, dass ich neben der CD auch ein Video dazu gemacht habe, das war schon länger ein Wunsch von mir.

George Gershwin hat vor etwa 100 Jahren gelebt. Seitdem hat sich viel getan. Inwiefern passen seine Kompositionen auch noch in das moderne Leben?

Die meisten Menschen haben diese Songs irgendwann schon einmal gehört. Stücke wie „I Got Rhythm“ und auch die „Rhapsody In Blue“ sind so bekannt, dass sie echte Jazz-Standards geworden sind. Und seine Musik macht die Leute einfach glücklich, glaube ich.

Die „Rhapsody In Blue“ ist ursprünglich ein Werk für Klavier und Orchester, auf deiner CD spielst du sie allein auf dem Klavier. Worauf muss man achten, wenn man ein so Werk für ein einziges Instrument bearbeitet? Wie gehst du beim Arrangieren vor?

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Irmgard-Haub-Trio: Alter Geheimtipp neu vertont

Deutsche Chansons und Geschichten der 20er Jahre: Das Thema ihres aktuellen Albums hat das Irmgard-Haub-Trio einer zufälligen Entdeckung zu verdanken.

Die Sängerin Irmgard Haub tritt bereits seit mehr als 20 Jahren mit dem Pianisten Johannes Reinig auf. Im Rahmen eines Projektes stießen die beiden auf die Gedichte der jüdischen Autorin Elisabeth „Lili“ Grün (1904-1942). Nachdem mit dem neuen Mitglied Constanze Steingass am Cello das Irmgard-Haub-Trio vollständig wurde, vertonten sie die Gedichte. Am 8. November bringt das Trio nun eine CD mit den entstandenen Liedern heraus. Damit beleuchten sie das Lebenswerk einer Person mit tragischer Geschichte: Lili Grün stammte aus Wien, wurde neben ihren Gedichten mit Büchern, Geschichten und Kabarett bekannt und kam in einem Vernichtungslager im Nationalsozialismus um.
Mal jazzige Töne, mal Rhythmus und mal ruhiges Schweben prägen den Klang der CD Mensch, Lili! und über allem liegt die kräftig-klassische Stimme Irmgard Haubs. Das Cello ergänzt die Klavierbegleitung mit pointierten Einwürfen sehr schön. Die spitzen Texte der Dichterin Grün finden sich auch in den musikalischen Ideen des Trios sehr treffend wieder.

Fazit: Dem Irmgard-Haub-Trio hört man die jahrelange Erfahrung im Zusammenspiel an. Die Texte einer heute zu unrecht kaum bekannten Dichterin und Schriftstellerin rücken sie in den Fokus, vertonen sie passend in ihren Arrangements und ordnen sie musikalisch mit Feingefühl in die Epoche der 20er Jahre ein.

Henny Herz: besonderes Stimmtalent

Power in der Stimme und Feeling fürs Detail: Henny Herz fesselt einen mit ihren Songs.

Henny Herz ist eine junge Sängerin aus München. Vergangene Woche hat sie nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne ihr erstes Album Back Into Space veröffentlicht.
Die Musikerin ist in mehrfacher Hinsicht eine Entdeckung. Ihre faszinierende Stimme macht den Anfang, dazu lässt sie sich entweder simpel von Gitarre oder Klavier begleiten, oder hat eine ganze Band hinter sich. Man kann sich gar nicht entscheiden: Ist ihre Stimme nun jazzig, soulig, rockig? Henny Herz singt auf Deutsch, Englisch und Französisch, hat eine bemerkenswerte Treffsicherheit und singt auch komplexe Melodieverläufe scheinbar mühelos.

Fazit: Bei Henny Herz handelt es sich um eine spannende aufstrebende Künstlerin, bei der es sich lohnen dürfte, sie in der nächsten Zeit weiter im Auge zu behalten.

  • Meisterwerk: „Walls Of Glass“
  • Meilensteine:
    • 2019 Debut Back Into Space
  • Umleitung:

Tommy Tornado & The Clerks: jazziges Saxophon

So gut wie keinen Text findet man bei den Jazzern und Reggae-Guys von Tommy Tornado & The Clerks. Dafür gibt es jede Menge Feeling und feine Eigenkompositionen.

Tommy Tornado heißt eigentlich Thomas Streutgers, ist Jazz-Saxophonist und Komponist. Als er 1997 den „Big Boss Jazz Award“ gewann, war der Musiker sogar noch minderjährig. Seit 2014 spielt der Solist auch zusammen mit der Kölner Ska-Band The Clerks. Daraus ist dieses Jahr schließlich ein gemeinsames CD-Projekt geworden: Back On Track ist seit Anfang des Monats erhältlich.
Die Rhythmusgruppe aus reggaetypischem Schlagzeug, präsentem Bass und der Gitarre auf dem Offbeat haben den passenden Unterbau für das jazzige Saxophon von Tommy Tornado parat. Mit starker Brass-Besetzung aus Trompetern und Posaunisten und aber auch Einwürfen von anderen Instrumenten wie Klavier, Querflöte oder Hammond-Orgel werden die Titel trotz der mit wenigen Ausnahmen rein instrumentalen Arrangements zu einer bunten Mischung. Die Clerks beherrschen jeder für sich ihre Instrumente, steuern hin und wieder Zwischenspiele und Soli bei und haben ansonsten ein Händchen für softe Schwingung in ihrer Begleitung.

Fazit: Das weiche Saxophonspiel von Tommy Tornado ist präzise, gefühlvoll und in sich geschlossen. Trotzdem ist das Album keine One-Man-Show und Tommy Tornado fügt sich klanglich schön in den Rückhalt der Band ein.