FLORENT: sanfter Indie, harte Großstadt 

Das Leben in der Großstadt kann hart sein – als gebürtiger Berliner weiß Indie-Newcomer FLORENT das nur zu gut. Seine Debütsingle „Stadttauben“ ist ein Versuch, der Feindseligkeit seiner Geburtsstadt musikalisch zu trotzen. 

Der 23-Jährige ist in Neukölln aufgewachsen, hat während der Schulzeit mit dem Gitarrespielen angefangen und sich selbst das Singen beigebracht. Bevor er sich das allererste Mal ins Studio getraut hat, ist er mit seinen eigenen Kompositionen und Coversongs bei allen Open Mics aufgetreten, die ihn ließen. 

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Lila Sovia: Deutschrap in besser

Lila Sovia (they/them) aus Hamburg, ist Teil der deutschen Rap-Szene und gleichzeitig eine ihrer lautesten Kritiker*innen wenn es um Sexismus, Queerfeindlichkeit und Heuchelei geht.  

„Ich fühl mich nicht nur besser / ich bin besser, sing besser / mach mich nicht nur besser / hab die besseren Ideen“, rappt Lila Sovia in „Besser“, der auf Spotify aktuell beliebtesten Single, die dieses Jahr veröffentlicht wurde, und grenzt sich damit auch von anderen Rapper*innen ab. 

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Hotel Rimini: Deutsch-Indie in seiner ursprünglichsten Form

Hotel Rimini aus Leipzig erzählen gern, dass sie ihr erstes Album in einer Hotellobby und ihr zweites an einer verlassenen Tankstelle geschrieben haben. Ob das wirklich so passiert ist, bleibt ihr Geheimnis – aber der Vibe stimmt. Szenisch gedacht, ergibt das alles Sinn. Ihre Alben sind wie kleine Welten, in denen man sich verlieren darf.

Die Musiker:innen rund um Frontmann Julius Forster fanden sich zu Anfang der Coronazeit zusammen. Forster, der ursprünglich aus dem Theater und Schauspiel kommt, schreibt Texte und singt. Seit 2022 veröffentlichen sie regelmäßig Songs. Die Besetzung hat sich dabei zwar verändert, der Kern der Band ist aber geblieben. Ihre Klänge bewegen sich zwischen Klassik und Indie, die Stimme und Lyrik von Forster erinnern hier an eine Mischung aus AnnenMayKantereit und Von Wegen Lisbeth.

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Anda Morts: Klartext aus Linz

Im September hat der Linzer Indie-Punk-Vordenker Anda Morts sein Debütalbum ANS veröffentlicht. Ein wuchtiger Schlag mitten in eine Zeit, in der Themen wie Faschismus, Alltagsfrust, Autobahnen und Nikotin mehr als nur Schlagworte sind. Auf ANS greift er die typische Energie und Direktheit des Punk auf und setzt sie mit viel Gefühl, klarer Haltung und Dringlichkeit in die heutige Zeit um. Seine Musik erzählt vom Gefühl, gefangen zu sein, von Rebellion gegen den Alltag und vom Versuch, sich zwischen Anpassung und Aufbruch selbst treu zu bleiben.

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Anna Katarina: Musik von Menschen für Menschen

Es gibt da diese neue Art von „Kunst“, an der man bald vielleicht kaum mehr vorbei kommt. Die Künstliche Intelligenz ist drauf und dran die Musikszene ganz schön umzukrempeln. Täglich werden tausende neue KI-Songs auf den Streamingplattformen hochgeladen. Auswirkungen sind bereits jetzt zu spüren und die Sorge ist: Jeder neue künstliche Song könnte die wirtschaftliche Grundlage realer Künstler bedrohen, die angesichts der Masse an generierten Tracks schlichtweg im Algorithmus untergehen.

Wem das alles gar kein gutes Gefühl bereitet und wer sich für das echte musikalische Handwerk begeistert, der ist bei Anna Katarina bestens aufgehoben, die sich mit Akustik-Indie und menschlicher Wärme dem Trend entgegenstellt.

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Panic Shack: Girlband-Starter-Pack in laut!

Sexy, stunnin‘, talented and gorgeous. There’s nothing we can‘t do“ – so die Beschreibung der Band Panic Shack auf ihrem Spotify-Profil. Und das stimmt: Die vier Frauen aus Cardiff in Wales bringen eine starke Mischung aus Punk, Rock und Pop mit und nehmen dazu kein Blatt vor den Mund. All das macht ihre Songs einfach relatable.

Gegründet haben sich Panic Shack 2018. Nach gemeinsamen Konzertbesuchen entschieden sich Sängerin Sarah Harvey, Bassistin Emily Smith und die beiden Gitarristinnen Meg Fretwell und Romi Lawrence dazu, selbst Musik zu machen und eine Band zu gründen. Seit ihren ersten Singleveröffentlichungen im Jahr 2020 ging es für Panic Shack relativ steil nach oben: 2022 veröffentlichten sie ihre erste EP, wurden 2023 vom New Musical Express zu den 100 aufstrebenden Künstler*innen 2023 gezählt und veröffentlichten im Juli 2025 schließlich ihr Debütalbum Panic Shack, das mit viel Begeisterung aufgenommen wurde.

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MYLLER: Stiller Held im Deutschpop

Die Musik von MYLLER bewegt sich im Spannungsfeld von Deutschpop, Singer-Songwriter und Indie. Die Songs sind geprägt von warmen Gitarren, dezenten Keys und klaren Vocals, die oft eher minimalistisch als groß produziert sind. Statt auf übertriebene Effekte setzt er auf eine intime Instrumentierung, die die Texte in den Vordergrund stellt und dabei sowohl ruhige Balladen als auch dynamischere Popsongs zulässt.

MYLLER heißt eigentlich Lukas Müller, ist Mitte 20 und stammt aus dem Raum Gießen. Schon als Teenager brachte er sich selbst das Gitarrespielen bei. Seit 2020 veröffentlicht er unter seinem Künstlernamen eigene Songs, zunächst inmitten der Corona-Zeit, die für ihn zur Initialzündung wurde.

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SUCK: Punk’s not dead

Rau, unzensiert, laut und gaga – SUCK sind zurück. Die Band aus Hamburg und Kassel reizt die musikalischen Grenzen gnadenlos aus und katapultiert einen direkt und ohne Vorwarnung in die ungefilterte und provokante Welt der Punks.

Die schnellen, kraftvollen Drums von Schlagzeuger Patrick und die wild-spielerischen Bass- und Gitarrenelemente von Jakob und Nils, sind hemmungslos und emotionsgeladen – direkt in your face.

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ALICE DEE & Yeshe: Von der Straße bis zum Mond

Mit „Viel weiter“ liefern ALICE DEE und Yeshe ein musikalisches Porträt von Berlin-Kreuzberg, das UK Garage, HipHop und urbane Lebensrealität vereint. Produziert von Merlin verbindet der Track elektronische Beats mit präzisen Rap-Parts, in denen beide MCs ihre Perspektiven auf Herkunft und Alltag einbringen. Der Song greift Bilder auf, die an die energiegeladene Euphorie der frühen 2010er-Cloud-Rap-Ära erinnern.

ALICE DEE rappt von Aufbruch, Geschwindigkeit und dem Drang, das eigene Leben maximal auszukosten: „Hol mir die Welt bis ans Ende, let’s go. Ey, bester Tag, ich gehe road. Ich drück aufs Gas, hebe ab bis zum Mond.“ Es ist der Sound einer Haltung, die den Blick nach vorn richtet. Yeshe ergänzt diese Energie mit einer ebenso direkten Perspektive: „Es wird kalt hinterm Reißverschluss. Schieb meinen Arsch durch die alten Straßen. Es wird jetzt heiß in meiner Hood. Und man fragt sich, worauf wir noch warten.“ Seine Zeilen verorten den Song im Hier und Jetzt, und zeigen, dass etwas ins Rollen kommt. Gemeinsam entsteht ein Spannungsfeld aus Fernweh und Verwurzelung im eigenen Viertel.

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taal: brandneue Stimmen im deutschen Indie-Pop

Obwohl das queere FLINTA-Duo taal bisher erst drei Singles veröffentlicht hat, zeigen die beiden schon jetzt was für eine Vielseitigkeit in ihnen steckt.

Die allererste Single „alles/nichts“ deutet schon mit dem Titel auf ein eher trauriges Thema: Clara Kieser und Tari Hetzel schildern im Text die Gefühle einer Person direkt nach dem Ende einer Beziehung und erschaffen damit eine perfekte Heartbreak-Hymne. Der Sound erinnert an Lieder von Phoebe Bridgers oder Lucy Dacus.

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