Die Musik von MYLLER bewegt sich im Spannungsfeld von Deutschpop, Singer-Songwriter und Indie. Die Songs sind geprägt von warmen Gitarren, dezenten Keys und klaren Vocals, die oft eher minimalistisch als groß produziert sind. Statt auf übertriebene Effekte setzt er auf eine intime Instrumentierung, die die Texte in den Vordergrund stellt und dabei sowohl ruhige Balladen als auch dynamischere Popsongs zulässt.
MYLLER heißt eigentlich Lukas Müller, ist Mitte 20 und stammt aus dem Raum Gießen. Schon als Teenager brachte er sich selbst das Gitarrespielen bei. Seit 2020 veröffentlicht er unter seinem Künstlernamen eigene Songs, zunächst inmitten der Corona-Zeit, die für ihn zur Initialzündung wurde.
Mit seiner druckfrischen EP Nur mit mir zeigt MYLLER die wohl persönlichste Seite seines bisherigen Schaffens. In fünf Songs geht es um Selbstliebe, Zweifel und die Reise zur Selbstakzeptanz. Dabei stehen intime Momente („Niemand vermisst mich“) neben kraftvollen Aufbrüchen. Im Mittelpunkt der Veröffentlichung steht „Ich x dich“, ein Song, der Nähe und Ehrlichkeit feiert und die Erkenntnis transportiert, dass echte Stärke vielleicht erst durch Verletzlichkeit entsteht.
Dass MYLLER auch euphorische Gefühle in Musik verwandeln kann, beweist sein bekanntester Song „Rosarot“. Hier erzählt er vom Rausch der Verliebtheit, der Sound ist leichtfüßig und voller Energie. Getragen wird der Song von einem treibenden Beat, hellen Synths und einer eingängigen Hook, die im Ohr bleibt. Einen ähnlichen Nerv trifft er mit „Nur mit dir“. Anders als „Rosarot“ zeigt sich der Song zurückhaltender, mit akustischer Gitarre und sanften Harmonien, die die Sehnsucht nach Nähe spürbar machen.
Nach Supportshows für Größen wie Wincent Weiss, LEONY, Revolverheld oder Joris geht MYLLER im Mai 2026 erstmals auf eigene Deutschlandtour. Dort wird er die Songs von „Nur mit mir“ live präsentieren – ein konsequenter Schritt für einen Musiker, der seine Zuhörerinnen und Zuhörer mit ehrlicher Sprache und einem nahbaren Sound erreicht.
Autorin:
Wir sind wie alle im Musikbusiness außer Taylor Swift: chronisch broke…
Wir schalten bei Musik unterm Radar weder Werbung noch gibt es Bezahlschranken oder gekaufte Produktempfehlungen. Das ganze Team arbeitet ehrenamtlich, weil uns etwas daran liegt, Newcomern eine Plattform zu bieten und euch gute Mucke zu zeigen. Weil bei jeder Website aber Kosten anfallen, machen wir Miese. Wenn dir gefällt, was wir schreiben, würden wir uns sehr über ein paar Euro Unterstützung freuen!
2,00 €
Mehr nice Musik auf Deutsch ✨
Lyyla: Selbstgespräche werden zu Popsongs
Musikalisch bewegt sich die Hamburger Künstlerin Lyyla zwischen elektronischem Indie-Pop und reduzierten Arrangements am Klavier. Dadurch entsteht ein Sound, der den Perspektivwechseln ihrer Texte folgt und sowohl große Emotionen als auch kleine Alltagsbeobachtungen tragen kann.
Artikel lesenWas ist deine „Flugangst“, Leo Kaminski?
Leo Kaminski gehört zu einer neuen Generation melodischer Deutschrap-Artists. Wir haben ihn getroffen und mit ihm über seine neue EP „Flugangst“ gesprochen und über den allerersten Beat, auf den er richtig stolz war.
Artikel lesenDas war das Kimiko-Festival 2026: Tausende Fans in Feierstimmung treffen auf neue Ohrwürmer und alte Bekannte
Aus dem Aachener Sommer ist das Kimiko inzwischen gar nicht mehr wegzudenken: Seit 2018 verwandelt die Festival-Crew den RWTH-Campus in eine Feierzone samt wissenschaftlichem Rahmenprogramm. Wir waren am Start und haben euch paar Highlights rausgepickt.
Artikel lesenPop-Kolumne Riffs & Rants 🪩
Die Paradiesvögel des Harry Styles
René ist im Zug auf 16-jährige Harry-Styles-Fans getroffen – und war ein bisschen beeindruckt von ihnen.
Folge lesenZuflucht in der Hosentasche
René hat neue Musik von einer Reise mitgebracht. Anders als bei lokalem Wein, der auf dem heimischen Balkon doch nicht so gut schmeckt wie am Strand, ging hier zum Glück alles gut.
Folge lesenMaria Taylor fährt mich nach Hause.
2005 hängt unser Kolumnist René zwischen Provinzflucht und Stagnation fest – bis ein unaufgeregter Scheißtag im Juni eine Wendung anstößt.
Folge lesen