Auf dem neuen Album von LB aka LABAT klingt jeder Track wie ein neuer Floor im Club.


In ihrer Kolumne „Conci’s Deep Dive“ nimmt sich unsere Autorin Conci starke Alben und EPs vor und taucht richtig tief ein. Es geht um die Storys und Details hinter der Tracklist, um Klang-Basteleien und eine neue Perspektive auf elektronische Musik. Dies ist die dritte Folge.


Die Subgenres der elektronischen Musiklandschaft sind ja nahezu unzählig. Von klassischem Techno über Trance bis hin zu experimentelleren Sounds findet sich für gefühlt jede Nische zumindest ein Track, der genau den eigenen Geschmack trifft.

Ein Künstler, der das alles in nur einer Person vereint, ist LB aka LABAT. Der französische Produzent und DJ veröffentlichte 2016 sein Debütalbum und begeistert Elektronik-Fans jetzt, zehn Jahre später, mit seinem zweiten Werk Feel So Good Around U.

Gerade in meiner Kölner Student:innen-Bubble kenne ich kaum jemanden, der nicht gerne mal Techno feiern geht. Oft steht hier dann natürlich weniger die Musik selbst im Mittelpunkt, als das Erlebnis und die Club-Kultur drumherum. Einzelne Werke geraten schnell in den Hintergrund, ausgerechnet in einer Szene, die eigentlich so viel musikalische Vielfalt bietet.

Genau deshalb funktioniert Feel So Good Around U für mich so gut als Album. Statt wie eine bloße Sammlung einzelner Tracks zu wirken, fühlt sich das Projekt eher an wie das Wechseln durch verschiedene Floors in einem Club.

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Auf dem neuen Album von Tare gibt’s italienische Memekultur für die Ohren.


In ihrer neuen Kolumne nimmt sich unsere Autorin Conci starke Alben und EPs vor und taucht richtig tief ein. Es geht um die Storys und Details hinter der Tracklist, um Klang-Basteleien und eine neue Perspektive auf elektronische Musik. Dies ist die zweite Folge.


Das italienische Duo Tare macht im Grunde Memes für die Ohren. In ihren Songs treffen Internet-Humor, Sprachfetzen und Absurdität auf elektronische Klänge und komplexere Musikalität. Das neueste Album GAS klingt wie Scrollen durch Social Media: vielseitig, an manchen Stellen vielleicht chaotisch und trotzdem hat man Spaß.

Schon der erste Track zieht uns mitten hinein in die italienische Meme-Kultur: ein Teppich-Werbespot, der vor ein paar Jahren viral ging, trifft auf einen der wichtigsten Rhythmen der elektronischen Musik: den Amen Break. Ein Drumpattern aus einem 1969er Soulstück, das seit den 90ern alles prägt, was mit Drum and Bass und Jungle zu tun hat. Für Tares Album das Fundament fast jeden Songs.

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„Technolife Supernature“ katapultiert uns in ein Retro-Future-Universum.


In ihrer neuen Kolumne nimmt sich unsere Autorin Conci starke Alben und EPs vor und taucht richtig tief ein. Es geht um die Storys und Details hinter der Tracklist, um Klang-Basteleien und eine neue Perspektive auf elektronische Musik. Dies ist die erste Folge.


Freche Gremlins, die vor rosafarbenen Häusern ihre Synths aufdrehen. Zwischen Bäumen schwirren Töne durch die Straßen. Menschen mit Aktentaschen, vermutlich auf dem Weg zum nächsten 9-to-5-Job, bleiben kurz stehen und beobachten das Spektakel.

Was ich hier beschreibe, ist kein Sci-Fi-Film mit musikalischen Fantasy-Kreaturen, sondern das Cover der neuen EP von Legowelt und Shook. Technolife Supernature, also übersetzt sowas wie „Technologisches Leben, Übernatur” – ein Titel, der so ziemlich genau auf den Punkt bringt, wie sich diese harmonierende Kollaboration anhört.

Wir bewegen uns auf rhythmischen, elektronischen Wellen – irgendwo zwischen Disco in den 80ern und futuristischen Städten. Zwischen Vergangenheit und Zukunft liegt dieses Projekt, das beides in der Gegenwart fusioniert.

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