In eigener Sache: Zwei Jahre Musik unterm Radar!

Es ist kaum zu glauben, dass Musik unterm Radar heute schon in die dritte Runde geht. Seit dem 22. Juli 2017 ist auf dieser Seite viel passiert: Über 100 Bands wurden vorgestellt, neue Rubriken sind entstanden und andere wurden wieder eingestampft. Die Seite wächst und wächst und wird mit viel Freude und Herzblut betrieben. Möglich ist all das nur mit den Menschen, die für einen Blog am wichtigsten sind: Den Leserinnen und Lesern.

Hiermit also endlich offiziell, und ganz wie es sich gehört: DANKE! Fürs Lesen, fürs Stöbern, für die Tipps, die nette Rückmeldung. Fürs Liken, fürs Teilen, fürs Weiterempfehlen. Und weil der Kontakt zu LeserInnen, Bands und BloggerkollegInnen so herzlich und schön ist, zu diesem Anlass noch einmal ein besonderer Aufruf: Über das Kontaktformular oder die Adresse musik-unterm-radar@gmx.de erreicht jede Nachricht die Redaktion. Jegliche Art von Feedback ist willkommen, wird gelesen und geschätzt. Von einem „Weiter so!“ über ein paar Zeilen bis zu ausführlicher Kritik wird sich über jede Nachricht aufrichtig gefreut.

Ein Jubiläum sollte immer auch ein Anlass sein, in die Zukunft zu blicken und Pläne zu schmieden. Musik unterm Radar soll Lust machen auf gute Musik, soll eine Fundgrube sein für jeden Geschmack. Dafür wäre es schön zu hören, was euch als Leserschaft interessiert und was ihr euch wünscht.

Auch Rückmeldung zum Angebot der Website ist deshalb mehr als gern gesehen. Denn an Klickzahlen lässt sich zwar ungefähr ablesen, was Menschen spannend finden und was nicht, ohne direkten Kontakt bleibt aber sehr viel offen. Deshalb teilt gern eure persönlichen Ideen mit, damit Musik unterm Radar sich weiterentwickeln kann. Welche Genres gefallen euch am besten und welche sind hier unterrepräsentiert? Wie gut ergänzen Rubriken wie Interviews, Live-Reports und Musik-News die klassischen Bandportraits? Wie seid ihr auf den Blog gestoßen? Was läuft gut an der Website und – noch wichtiger – was kann hier verbessert werden?

Vielen Dank im Voraus für den Input und für die nächsten Jahre Musik unterm Radar! Schickt die Grooves in die Welt!

Obere drei Fotos: © Katharina Köhler 2019
Alle Rechte vorbehalten

Unteres Foto: © Kaique Rocha
zur kostenlosen Verwendung

Musik-News: Neues Album von ESKALATION

Die Fakten:

Band: ESKALATION
Genre: Deutschrock
Das ist neu: Album Hunger (Release 17.5.2019)
Das steht an: Hunger Deutschland-Tour (18.5.-30.8.)

Die Analyse:

ESKALATION (hier geht’s zum Beitrag über die Band) haben mit ihrem neuen Album ein ausgereiftes Werk hingelegt. Wie man es von ESKALATION gewohnt ist, gibt es auch dieses Mal wieder deutsche Texte und ordentliche Bläser-Power. Und auch der Rest der Truppe hat bei den neuen Songs gut zu tun: Die Motive in Keyboard und Klavier haben Wiedererkennungswert, der Bass ist markant und liefert einen stabilen Unterbau, der Schlagzeuger haut ordentlich rein, zwischendurch experimentieren die Musikerinnen und Musiker mit etwas Elektronik.
Was die Themen angeht, hat die Band ebenfalls einiges im Repertoire, von Gesellschaftskritik und „Problemen für die guten Zeiten“ in ihrem Titel „Iss auf!“, über Partysongs wie „Kinder vom Zaun“ bis hin zu Katzencafés und Champagner im Whirlpool. Die sieben Mitglieder haben außerdem ein Händchen dafür, auch in schnellen Songs zwischendurch mal zu entschleunigen. Insgesamt ist Hunger eine starke Veröffentlichung und trifft sicherlich den Nerv des ein oder anderen Indie-Punk-Rock-Fans.

Vorbestellen kann man das Album hier.

Live-Report: Noa in Berlin

Es gibt Konzerte, die lassen einen staunend zurück. Nachdem Achinoam Nini, hier unter dem Künstlernamen Noa bekannt, ihre letzte Zugabe gegeben hatte und der Applaus in der Berliner Passionskirche verklungen war, blieb erst einmal eine gewisse Sprachlosigkeit.

Aus der „Badinerie“ wird „No, Baby“

Mit ihrer Tour stellt die israelisch-amerikanische Musikerin Noa ihre neue CD Letters To Bach vor, auf der sie bekannte Werke des Komponisten mit eigenen Texten versehen singt (hier geht’s zur Rezension). Begleitet wurde sie in Berlin von der Cellistin Hila Karni und dem Gitarristen Gil Dor, ihrem musikalischen Weggefährten seit bald 30 Jahren.
Im Laufe des Konzerts zeigte die Musikerin neben ihrem herausragenden Gesang auch ihre Fähigkeiten als Percussionistin unter anderem an den Congas. Das Publikum in der vollen Passionskirche jedenfalls schien ausnahmslos begeistert von dieser Mischung aus klassischer Musik, hebräischen, yemenitischen und englischen Texten, Rhythmik, orientalischen Skalen und nicht zuletzt ausgesprochen sympathischen Musikerinnen und Musikern.

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Live-Report: #zweiraumsilke & Alter Kaffee

Das war vielleicht eine Party, als die Rap-Bläser-Hiphop-Trommel-Truppe #zweiraumsilke (hier geht’s zum Beitrag) und die Studentenpop-Band Alter Kaffee ihr Doppelkonzert im Kreuzberger Auster Club ablieferten.

Wenn alles springt und singt

Obwohl der Abend das Hauptstadt-Debut für die Silkes war, kam es einem doch mehr so vor wie ein Heimspiel: springende Menge auf Kommando, singendes und tanzendes Publikum und fetter Applaus. Zugegebenermaßen war die kleine Bühne mit der elfköpfigen Band doch recht ausgelastet. Bei Albumtitelsong „Detox“ ging richtig die Post ab, stark auch der Solo-Song von Sängerin Rita und die Freestyle-Einlage von Rapper Emma. Für Atmosphäre sorgten schwebende Cello-Passagen, jazzig wurde es mit den Soli im Sax, zwischendurch mal technoartige Drums und Bass – und eigentlich bräuchte doch jede HipHop-Band auch so starke Trompeter und Posaunisten an Bord!

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Musik-News: „Letters to Bach“ von Noa!

Die Fakten:

  • Musikerin: Noa (Achinoam Nini)
    Genres: Klassik, Weltmusik
  • Das ist neu: Album Letters to Bach (Release 15.3.2019)
  • Das steht an: Deutschlandtour durch fünf große Städe vom 1.5. bis 6.5. (Musik unterm Radar-Live-Report: Noa in Berlin)

Die Analyse:

Letters to Bach ist ein moderner Liebesbrief an das Lebenswerk des großen Komponisten. Die israelisch-amerikanische Musikerin Achinoam Nini, in Europa unter dem Künstlernamen Noa bekannt, ist längst eine international gefragte Künstlerin und stand in der Vergangenheit schon mit Sting, Stevie Wonder, Sheryl Crow und einer Vielzahl anderer Musiker auf der Bühne. In ihrem neuen Album setzt sie sich mit Bachs berühmten Melodien auseinander. Mit beeindruckender Treffsicherheit singt sich Noa durch Bachs komplexe Inventionen und lässt ihre Stimme zwischen den Tonhöhen springen. Die schnellen Läufe, die selbstverständlich für Klavier statt Gesang gedacht sind, singt sie mit solch einer Leichtigkeit und gleichzeitig mit so viel Gewitztheit und Ausdruck, dass man nur staunen kann. Mit einer Mischung aus klassischer Singstimme und leicht jazzigen Einflüssen gelingt der Sprung zwischen Barockzeitalter und Moderne. Unterstützt wird sie dabei von Gitarrist Gil Dor, der Noas Singmelodie mit Bachs komponierten Gegenstimmen sehr passend instrumental erzänzt. Dazu kommen die voller Hingabe an Bach und doch mit einem Augenzwinkern formulierten Texte – von der Sängerin selbst verfasst.
Tatsächlich wünscht man sich nach dem Hören mehr denn je, man könnte in der Zeit zurückreisen und dem alten Meister diese feine CD vorspielen.

Musik unterm Radar auf Facebook

In eigener Sache: Musik unterm Radar bei Facebook!

Liebe Freundinnen und Freunde von guter Musik abseits der Charts, ihr ahnt es schon: Auch dieses hübsche, kleine Musikmagazin ist unter die Facebooker gegangen. Gerade erst online gegangen, ist die Seite noch recht bescheiden, über jedes Like wird sich also tierisch gefreut.

Geteilt werden dort von jetzt an alle neuen Rezensionen, Portraits, Interviews, Musik-News und vieles mehr. Up to date zu bleiben und neue Bands zu entdecken, wird also noch etwas unkomplizierter und noch dazu entsteht eine schöne Plattform zum Austausch zwischen musikinteressierten Menschen.
Schaut gern vorbei!

Musik-News: Go!Zilla auf Tour

Die Fakten:

  • Band: Go!Zilla
  • Das ist neu: Musikvideo zu „Hailing It’s Hailing“
  • Das steht an: ab Mitte Februar sechs Konzerte in Deutschland und der Schweiz

Die Analyse:

Die vier Italiener von Go!Zilla (hier geht’s zum Beitrag) haben die Welt der Musik schon in den letzten Jahren mit einigen Unikaten bereichert. Seit kurzem gibt es mit „Hailing It’s Hailing“ ein neues Musikvideo der Band. Der Titel findet sich auf dem im Herbst veröffentlichten Album Modern Jungle’s Prisoners und ist von der Melodie her vielleicht etwas verspielter als die meisten anderen Tracks der Gruppe. Nichtsdestotrotz ist auch „Hailing It’s Hailing“ geprägt von einer etwas bedrohlichen, düsteren Atmosphäre.
Seit dem Jahresanfang sind Go!Zilla außerdem wieder quer durch Europa unterwegs. Ihre Modern Jungle’s Prisoners Tour führt die Psych-Rocker ab dem 15. Februar auch in den deutschsprachigen Raum nach Kreutzlingen (CH), Hamburg, Köln, Dortmund, Berlin und Dresden.

Musik-News: neues Video von Fil Bo Riva – Album folgt!

Mit dem Titel "Musik-News" erscheinen an dieser Stelle von nun an mehr 
oder weniger regelmäßig Neuigkeiten über Bands, Alben, Tours und
andere Hintergrundgeschichten (selbstverständlich ohne Anspruch auf
Vollständigkeit). Welche Musik-News sollten hier noch unbedingt
auftauchen? Schick gern eine Nachricht durch!

Die Fakten:

  • Band: Fil Bo Riva
  • Das ist neu: Musikvideo zu „Go Rilla“
  • Das steht an: 22.03.2019 Album-Release Beautiful Sadness, April/Mai 2019 Deutschlandtour

Die Analyse:

Das letzte Mal auf sich aufmerksam gemacht hat der deutsch-italienische Musiker Fil Bo Riva (hier geht’s zum Beitrag) im Oktober mit dem Release seiner neuen Single „Go Rilla“. Jetzt gibt es dazu auch ein offizielles Musikvideo. Das wimmelt im ersten Moment nur so vor Gorilla-Kostümen, gruseligen Alten und silbern angemalten Gesichtern. Die Verwendung dieser verschiedenen, teilweise recht skurrilen Filmelemente passt hier aber ausgesprochen gut zu der kraftvollen Neuerscheinung. Die schnellen Schnitte und die Vielzahl von abstrakten Kostümen ergänzen optisch schön den treibenden Rhythmus und den von Zwischenrufen und Einwürfen geprägten Text.

„Go Rilla“ ist neben „Blindmaker“, „Head Sonata“ und „Time Is Your Gun“ bereits die vierte vorab veröffentlichte Single des im kommenden März erscheinenden und lang erwarteten Debut-Albums Beautiful Sadness. Für die beiden Monate nach dessen Release stehen auch schon stolze 20 Tourtermine in ganz Deutschland fest.

Verlosung: 2×2 Tickets für The Sherlocks

| Die Teilnahmefrist für diese Verlosung ist bereits abgelaufen. |

Sie sind jung, energiegeladen und machen einfach super Indie-Rock. In ihrer britischen Heimat sind The Sherlocks längst eine der angesagtesten neuen Bands. Nach ersten EPs, BBC-Features und einem Auftritt beim berühmten Reading & Leeds Festival gibt es seit letztem Jahr mit Live For The Moment endlich ein vollständiges Album von den Jungs.


Zum ursprünglichen Beitrag über The Sherlocks mit Video zum Reinhören geht es hier.


Platten sind ja schön und gut – live ist trotzdem immer besser! Aus diesem Grund verlost Musik unterm Radar 2×2 Tickets für die beiden einzigen Deutschlandkonzerte der Briten:

29.09.2018        Osnabrück         Kleine Freiheit

01.10.2018        Köln                        Blue Shell

Die Teilnahme ist ganz einfach: Schickt eine Mail mit der Betreffzeile Verlosung „The Sherlocks 2018“ an musik-unterm-radar@gmx.de und gebt darin bitte euren vollständigen Namen an und zu welchem der beiden oben genannten Konzerte ihr kommen möchtet. Die beiden Gewinner bekommen Plätze für sich selbst plus eine weitere Person für das ausgewählte Konzert.
Teilnahmeschluss ist der 26. September 2018!

Live-Report: Bardentreffen 2018 – Musik verbindet

Mit dem Titel "Musik-News" erscheinen an dieser Stelle von nun an mehr 
oder weniger regelmäßig Neuigkeiten über Bands, Alben, Tours und
andere Hintergrundgeschichten. Welche Musik-News sollten hier noch
unbedingt auftauchen? Schick gern eine Nachricht durch!

Zum 43. Mal hat das Bardentreffen in der schönen Nürnberger Altstadt dieses Jahr MusikerInnen und Musikbegeisterte aus aller Herren Länder angezogen. Nach dem Startschuss am 27. Juli war die Stadt wieder einmal für drei Tage voller Musik.

Neben den offiziellen Bühnen sind die zahlreichen Straßenmusiker jedes Jahr ein Highlight des Weltmusik-Festivals: Überall bilden sich Zuschauertrauben, wenn die Musik der einen Band im Vorbeigehen langsam leiser wird, hört man schon den nächsten Trommelrhythmus von der Gruppe zehn Meter weiter. Kinder mit Blockflöte finden genauso ihre Bühne wie professionelle Bands, lokale Gruppen wechseln sich in den besonders frequentierten Ecken der Altstadt kamaradschaftlich mit weitangereisten Musikerkollegen ab. Folk, Indie, Rock, Klezmer, Dudelsack, Klassik – alles ist dabei, man sieht exotische Instrumente, hört fremde Sprachen und Skalen. Thema des Festivals ist dieses Mal „RAP – Rhythm And Poetry“. Deutsche Nachwuchsrapper wie Goldroger und #zweiraumsilke sind dabei, aber auch Gruppen wie N3rdistan aus dem arabischen Raum, Lo & Leduc aus der Schweiz, Dàimh aus Groß-Britannien oder Suistamon Sähkö aus Finnland. Sie alle zeigen, dass Sprechgesang vielfältig ist, komplex, poetisch und politisch sein kann und sich bei weitem nicht auf den viel diskutierten Gangsta-Rap mit vulgären und zum Teil diskriminierenden Texten beschränkt.

Wie immer gab es auf dem Bardentreffen viel zu entdecken. Die ein oder andere Gruppe wird hier früher oder später sicher auch einen eigenen Beitrag bekommen. Bis dahin hier schon einmal ein kleiner Eindruck vom bunten Treiben:

Fotos: © 2018 Katharina Köhler – alle Rechte vorbehalten

Hier geht’s zum Bericht über das Bardentreffen 2017.