Lila Sovia (they/them) aus Hamburg, ist Teil der deutschen Rap-Szene und gleichzeitig eine ihrer lautesten Kritiker*innen wenn es um Sexismus, Queerfeindlichkeit und Heuchelei geht.
„Ich fühl mich nicht nur besser / ich bin besser, sing besser / mach mich nicht nur besser / hab die besseren Ideen“, rappt Lila Sovia in „Besser“, der auf Spotify aktuell beliebtesten Single, die dieses Jahr veröffentlicht wurde, und grenzt sich damit auch von anderen Rapper*innen ab.
Was Rap-Artist Lila Sovia nun besser macht? Lila Sovia positioniert sich, zeigt Haltung und schießt offen gegen frauenfeindliche Rapper*innen wie Fler. Als queere Person weiß Lila Sovia, was es bedeutet, Diskriminierung zu erfahren, und wie ignorant es ist, unpolitisch zu sein.
„Du denkst dein Weiberscheiß ist nicht so sehr politisch gemeint / du willst ja alles außer viel zu sehr politisch zu sein / doch ich muss dir jetzt mal sagen, nicht politisch gemeint / man muss sich leisten können nicht allzu sehr politisch zu sein“, heißt es dazu im meistgestreamten Song „Flinta“, einer Kollaboration mit Schwester Ebra.
Lila Sovia bewegt sich zwischen Battlerap, NewSchool, Boombap und Spoken Word und ist damit auch verdient erfolgreich. 2024 wurde Lila Sovia mit dem Krach & Getöse Nachwuchspreis und dem Klopstock-Preis für junge Lyrik ausgezeichnet. Seit 2022 tritt Lila Sovia in ganz Deutschland auf beliebten Festivals wie der Fusion auf und performt als Voract von namenhaften Künstler*innen wie Kavka.
Musikalisch und textlich überzeugend trägt Lila Sovia dazu bei, Rap wieder politisch zu denken und ist dabei Vorbild und Identifikationsfigur in einem.
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