Bye Beneco: schillernder Dreampop aus Südafrika auf dem Weg nach Berlin

Die seit 2012 aktive Band Bye Beneco sprudelt vor ständiger, scheinbar müheloser Vielfältigkeit nur so über. Mit spielerischer Leidenschaft und innovativem Einsatz diverser Instrumente kreieren die Johannesburger Künstler*innen ihren ganz eigenen Sound.

So verwundert es nicht, dass sie bereits für die South African Music Awards in der Kategorie „Best Alternative Album“ nominiert wurden und seit 2016 drei Tourneen durch Europa hinter sich gebracht haben. Und auch in ihren einzigartigen Musikvideos lässt die Band ihrer Kreativität und Liebe zum Detail freien Lauf. So fällt es zum Beispiel bei „It‘s Not True Love“ (2019) schon schwer die eigenen Füße still zu halten und die emotionale Energie des Clips bleibt lange im Gedächtnis zurück.
Auch die zuletzt erschienene Single „Red Dress“ kann sich sehen lassen. Mit Hilfe der ausdrucksstarken Performance der französischen Choreografin Cecile Lassonde und gesanglicher Unterstützung von Gastmusikerin Lucy Kruger kommt die mystische Kraft des Songs in zum Teil psychedelisch anmutender Atmosphäre hervorragend zur Geltung.

Fazit: Mit einem Umzug nach Berlin soll es nun noch weiter hinaus gehen. Wir dürfen uns also hoffentlich bald auf farbenfrohe, faszinierenden Live-Auftritte gefasst machen und noch mehr in den glitzernden Bann des Neo-Disco-Pops ziehen lassen. Frontsängerin Lenny-Dee Doucha fasst es mit ihrer Beschreibung zu „Red Dress“ mit den Worten „this song is dedicated to dancing hard when we can do that again“ ziemlich gut zusammen – genau darauf freuen wir uns jetzt schon!

Autorin:

Luise Asmussen

YUNUS: erfrischend kontrastreich

Berufsmusiker*in zu sein und bei dem heutigen musikalischen Überangebot herauszustechen, ist gewiss eine Herausforderung. YUNUS schafft es, mit Kopf und Witz neuen Schwung in den deutschen Rap zu bringen.

Bürgerlich heißt der Musiker Johannes Berger, in Sachen Künstlername fiel die Wahl schließlich auf seinen Zweitnamen Yunus. Die Faszination für Rap und Hip Hop hat der Künstler nach eigener Aussage schon früh entwickelt. Nebenbei spielt er außerdem Bratsche und hat sein Faible für gute Texte auch immer wieder erfolgreich als Poetry Slammer unter Beweis gestellt. 2019 veröffentlichte YUNUS seine erste EP Es ist nicht das, wonach es aussieht, Mutter. Im Juni dieses Jahres folgte jetzt die zweite EP Fun Fun Fun.
Darauf finden sich fünf Tracks, die unterschiedlicher nicht sein könnten. „Seh kein Himmel mehr, willkommen in meinem Hong Kong“, heißt es in „Scusi, aber nö“. Der letzte Song der EP „Am Schluss“ ist eine Zeitreise durch Vergangenheit und Zukunft. Die Vocals und der disco-trap-artige Beat wecken Nachdenklichkeit und machen dennoch Laune, während YUNUS in „Bleibst du“ todernst und mit krasser Souveränität tiefe Gefühle auf einem Beat on point von Produzent beatmensch5000 serviert.

Fazit: Durch originelle Lyrics und ein gesundes Maß daran, sich selbst nicht allzu ernst nehmen, catcht YUNUS seine Zuhörer*innen, versorgt sie mit coolem Sprechgesang jenseits des Ego-Trippin’ und glänzt zudem nicht nur wegen seiner weiß-blonden Haare durch absolute Realness.

Autorin:

Hutham Hussein

Live-Report: Nordischer Klang Greifswald

alle Fotos © Carla Blecke

Wenn Anna Murtola und Joonas Widenius gemeinsam auf die Bühne gehen, brauchen sie nicht viel Equipment. Alleine Joonas’ akustische Gitarre und Annas Stimme reichen für einen atemberaubenden Auftritt aus. Für das Kulturfestival Nordischer Klang kam das finnische Duo nach Greifswald.

Finnischer Flamenco  beim Nordischen Klang

Das Duo spielte zwei Sets mit traditionellem Flamenco, moderneren Interpretationen und eigenen Kompositionen. Annas ausdrucksstarke Stimme und Joonas‘ virtuoses Gitarrenspiel zogen das Publikum ab der ersten Minute in ihren Bann. Schon in jungem Alter kamen die beiden in ihrer Heimat mit Flamenco-Musik in Kontakt. In ihren eigenen Kompositionen verbinden sie die traditionelle spanische Musik mit Einflüssen aus dem hohen Norden. So entstehen Stücke wie der „Nothern Fadango“, den Joonas auf dem Konzert solo zum besten gab. 

Der Auftritt auf der Bühne im Innenhof des Universitätshauptgebäudes war eingerahmt von besonderem Flair: Umgeben von dem alten Astronomieturm und den Hörsaalgebäuden entstand ein gemütliches, sommerliches Ambiente. 

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purplegreen. im Interview: „Uns ist wichtig, dass der Moment echt bleibt.“

Neben Studium und FSJ schreiben und produzieren Max, Mika und Nelsa von purplegreen. leidenschaftlich gemeinsam Songs. Beim Interview mit der jungen Band aus Münster merken wir gleich: Der Rhythmus steckt den Dreien in den Knochen, denn sie summen, singen, trommeln oder beatboxen in jeder freien Minute. Nelsas soulige Stimme, Max‘ Cello- und Schlagzeugrhythmen und Mikas Gitarren- und Klaviermelodien machen die Songs von purplegreen. zu Klangerlebnissen, die sich dem Zwang eindeutiger Musikgenres entziehen.

© purplegreen.

Musik unterm Radar: purplegreen. gibt es als Band erst seit letztem Jahr. Erzählt doch mal, wie ihr als Band zusammengefunden habt.

Nelsa: Es fing damit an, dass Mika und ich uns kennengelernt haben. Ich hatte Mika damals am Rande erzählt, dass ich gern singe und irgendwann hat Mika mich angerufen und meinte „Hey du, ich habe grad ein Mikro von meinem Vater da. Lass‘ uns mal einen Song aufnehmen!“. Und dann bin ich nach Münster gefahren und wir haben „Whitewinelips“ geschrieben. Ich war spontan drei Tage bei Mika und wir haben Tag und Nacht an diesem Lied geschrieben und es aufgenommen. Das hat so viel Bock gemacht, dass wir uns vorgenommen haben, das regelmäßiger zu machen.

Mika: Ja, wir wurden direkt eine Band. Und dann kam Max dazu…

Max: Ich wurde immer mal wieder für kleine Gastauftritte mit dem Cello rekrutiert. Ich habe hier und da ein kurzes Cellosolo eingespielt – beispielsweise am Anfang und in der Mitte von „Float“ – und genauso spontan wie die Band entstanden ist, wurde ich dann aufgenommen.

Eure Musik ist vielfältig: In „Foggy Afternoon“ wird leise Cello gezupft, während im Hintergrund eine Posaune zu hören ist und tiefer, leiser Gesang einsetzt. Im Kontrast dazu hat der Song „Edibles“ Technoelemente und sogar einen (ausnahmsweise) deutschen Rap-Teil. Würdet ihr eure Musik einem klaren Stil zuordnen oder versucht ihr euch da noch zu finden?

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Flight Attendant: ein Muss für jede Indierock-Playlist

Ob rockig wie Kings of Leon, sinnlich und melancholisch wie Lana del Rey oder hypnotisierend-metallisch wie Tame Impala: Die Band Flight Attendant kombiniert gekonnt die unterschiedlichsten Klänge und erschafft mitreißende Songs, die unter die Haut gehen.

Als Band aus Nashville, Tennessee konnten Flight Attendant ihre musikalische Identität bereits vor einem kritischen Publikum erproben, schließlich war und ist die „Music City“ Heimat einer Reihe berühmter Musiker*innen, von Rita Coolidge bis zu Miley Cyrus. Obwohl sie ihre Band erst 2019 gegründet haben, beweisen die drei Frauen und zwei Männer von Flight Attendant bei Auftritten eine beeindruckend souveräne Bühnenpräsenz.
Vor allem Frontsängerin Karalyne Winegarner reißt das Publikum durch ihre starke Stimme mit, die mal die Ruhe selbst ist und dann wieder punkig-schrill klingt. Ein weiteres Merkmal der Band: der Bratschensound von Nikki Christie, der den Punksongs zuweilen sogar einen schaurigen, grungigen Sound verpasst. Der bisher bekannteste Song der Gruppe ist „Man of Chaos“ und birgt großes Mitsingpotenzial. Doch auch die neuere Single „Paradise“ ist unbedingt hörenswert und will nach langen Monaten des Lockdowns eine gewisse Aufbruchstimmung verbreiten. Unterstrichen wird dieses Gefühl durch das Musikvideo, das die Band selbst produziert hat.

Fazit: Flight Attendant begeistern nicht nur durch einen ganz eigenen Klang, sondern auch durch ihre künstlerischen Bühnen- und Videoperformances. Wir hoffen auf ein baldiges erstes Album der US-amerikanischen Band!

Autorin:

Hanna-Maria Paul

Red Music: True School direkt aus Berlin

Red Music kombiniert Old-School-Hip-Hop mit modernen Elementen. Ein begabter Musiker und Allrounder, der seine Tracks hauptsächlich selbst in Berlin schreibt, komponiert und produziert.

In Memphis, der Stadt, in der Legenden wie Aretha Franklin, Otis Redding und Elvis Presley ihre Karriere starteten, begann auch die Musikkarriere von Bishop Bledsoe (Red Music) im Alter von 12 Jahren. Zunächst vor allem durch alternativen Rock beeinflusst, entdeckte er als Jugendlicher Hip Hop, Rap und Trap und formte über die Jahre seinen einzigartigen Sound. Seine Debut-EP Right Place Wrong Time erschien im Mai.
Die EP beginnt mit einem absoluten Highlight: „Zoo“. Zu hören gibt’s erst einmal ein gänsehautverursachendes Flötensolo im Intro, dann folgen hohe Klaviertöne und Gitarre. „All I wanna do is escape from out the Zoo“ – dann setzt der Beat ein – „but I’m trapped hoe, the fuck you think we call it Trap fo’?“ Bei dem zweiten Song der EP setzt Bledsoe noch einen drauf. „I can’t concentrate, I can’t contemplate, how they confiscate just to compensate“. Red Music besticht mit Authentizität und originellen Lyrics. Der Rapper übt Kritik an gesellschaftlichen Missständen, thematisiert den Klimawandel und plädiert für eine Überarbeitung des traditionellen Männerbildes. Auf dem letzten Track „Hourglass“ beweist Red Music Schnelligkeit und, dass er spitten kann – und das nicht mit simplen Haus-Maus-Reimen. Tay Keith wäre wahrscheinlich entzückt.

Fazit: Die lyrische Qualität eines Kendrick Lamar unterstützt durch hypermoderne Trap-Charakteristik: Red Music ist ein souveräner Rapper mit coolem eigenen Sound und Style.

Autorin:

Hutham Hussein

Mei River: gefühlvolle Texte und catchy Sounds

Eine tolle Stimme, ein interessanter Mix an Instrumenten und eine Bandbreite an Emotionen – Bühne frei für Mei River aus Schweden. 

Der Produzent, Sänger und Songwriter Fredrik Eriksson produzierte jahrelang Musik für andere Künstler, bis er vergangenes Jahr sein Solodebut als Mei River gab und seine erste EP Tall Trees That Never Fell herausbrachte. Nach der Veröffentlichung der Single „On My Own“ im Januar dieses Jahres, folgte kurz darauf der nächste Titel mit „Pixie In The Sky“. Beide Songs sind ein erster Vorgeschmack auf die neue EP. Diese wird wohl im Laufe des Jahres erscheinen und erzählt laut Mei River eine Liebesgeschichte zweier Menschen während einer Apokalypse.
Mei River vereint gefühlvolle Texte mit fröhlichen Klängen, die nicht nur bei Liebeskummer, sondern auch bei Sonnenschein im Park der perfekte Begleiter sind. Er schafft es, trotz der teils melancholischen Stimmung eine Leichtigkeit zu bewahren, die ansteckend ist. 

Fazit: Als einer der vielen Musiker, die während dieser Zeit auf Konzerte und Live-Musik verzichten müssen und sich deshalb mit dem Veröffentlichen von neuer Musik bei Laune halten, sieht sich Mei River nun auch der ungewohnten Situation gegenüber, dass seine Musik ausschließlich online bei der Hörerschaft ankommt. Die positive Resonanz dort freut nicht nur ihn, sondern auch uns, denn trotz seiner bislang noch kurzen Karriere, zielt Mei River ins Herz eines jeden Indie-Pop Fans – und trifft. 

Autor:

Julian Hubert

JISKA: Indie-Pop mit Tiefgang

Wenn ihr die Kiste mit alten Fotos aufmacht, in Gedanken fünf Jahre zurückgeht und die Orte von damals besucht, wen oder was seht ihr dann vor euch? Der stetige Wandel, die Ungewissheit und die Suche nach dem eigenen Weg sind die Themen, die die 21-jährige Jana Binder unter dem Namen JISKA musikalisch einfängt. Seit Beginn ihrer Solo-Karriere Anfang 2020 beweist die Sängerin und Bassistin, dass sich auch fröhlicher Indie-Pop mit tiefgründigen Themen auseinandersetzen kann. 

„Was gerade immer wieder in Songs auftaucht, ist das in der Schwebe sein, noch nicht so richtig angekommen sein. Nicht so richtig zu wissen, wo man hingehört und wo man zu Hause ist. Aber auch, dass das total schön ist, in so einer Findungsphase zu sein und noch nicht richtig zu wissen, wo es hingeht.“, sagte JISKA im Interview dem Online-Magazin Fauves. Diese Schwebe lässt sich ihren Tracks schnell heraushören: Die beschwingt-jazzige Grundidee mit teils elektronischen Elementen oder markanten Bass-Passagen fügt sich zu einem Gesamtbild, das so kraftvoll wie sanft daherkommt. In ihrem Song „Strangers“ wird damit ein Gefühl der Entfremdung greifbar – und gleichzeitig entsteht etwas Positives und Tanzbares.
Die Botschaft musikalisch zu verpacken, dass Momente des schmerzhaften Bruchs und des Loslassens integraler Bestandteil unseres Lebens sind und wir sie zum Wachsen sogar brauchen, gelingt ihr ebenso in „Mother’s House“. Der bassige Klangteppich schafft nicht nur Atmosphäre zum Mitgrooven, sondern transportiert auch Ruhe und Gelassenheit. Diese Wirkung tragen die Musikvideos auf visuellem Weg weiter und zeigen, dass JISKA nicht viel Schnick-Schnack braucht, sondern ihre besondere Stimme ganz für sich wirkt.

Fazit: Bleibt zu hoffen, dass der Lockdown JISKAs kreatives Songwriting weiterhin beflügelt. Denn in unserer aktuellen Zeit ist es vielleicht gar keine so schlechte Idee, die alten Fotokisten mal wieder herauszukramen, um menschliches Miteinander zu sehen. Und dann tut es gut, sich von JISKA vorsingen lassen, dass Einsamkeit und emotionale Distanz Gefühle sind, mit denen jede und jeder zu kämpfen hat – und vor allem: dass diese Gefühle temporär sind und auch wieder bessere Zeiten kommen.

Autorin:

Clara Hümmer

Jono McCleery: sanfte Akustik aus London

Der britische Sänger Jono McCleery war seine ersten vier Lebensjahre taub. Vielleicht erklärt das den filigranen und sanften Stil seiner Musik, einem Mix aus akustischen Gitarrentönen und verspielten Rhythmen. McCleerys warme Stimme, die etwas an Coldplay erinnert, vereint all das und verleitet dazu, ihm stundenlang zu lauschen. 

Nach seinen Alben Darkest Light (2008), Pagodes (2015), Seed of a Dandelion (2018) veröffentlichte der Londoner im November das Album Here I Am and There You Are. Der Titel ist eine Referenz zu einem Song des Jazzgitarristen Terry Callier. 
Im Song “Call me” beschreibt der Künstler in seiner gewohnt zarten Art die Sehnsucht einer Fernbeziehung. “I thought I was in flight, out where the planets are, moving between day and night, here I am there you are.” McCleery beweist auf seinem Album nicht nur ein feinsinniges Gefühl für Harmonien, sondern auch für Poesie, viele der Lyrics lesen sich wie ein Gedicht. In “Promise of Spring” etwa singt er: “So is there anything; you can find to stop me; from loving you. Soon I will have made my mind; and the dream that hangs between us; draws me to you.” 

Fazit: Here I Am and There You Are ist wie eine warme Decke, eine Flucht aus dem kalten und von Isolation geprägten Winter. Wer Künstler wie Ben Howard und Fink mag, sollte sich Jono McCleery unbedingt anhören. 

  • Meilensteine:
    • 2008 Darkest Light
    • 2015 Pagodes
    • 2018 Seed of a Dandelion
    • 2020 Here I Am and There You Are
  • Links:

Autorin:

Carla Blecke

Übrigens: Neben Musik unterm Radar schreibt Carla Blecke auch auf Goldwaage, dem ehrlichen Blog zur Frage, wie man das Jurastudium überlebt. Für alle Studierenden, Studieninteressierten und sonstigen Jura-Fans.

Red Ivy im Interview: „Ein absoluter Vorteil von Dörfern ist der Zusammenhalt.“

Seit der Schulzeit machen die fünf Mitglieder von Red Ivy aus der Nähe von Dortmund gemeinsam alternativen Pop-Rock mit dynamischen Schlagzeugrhythmen, pulsierenden Gitarrenklängen und kräftigem Gesang. Sowohl in ihrer Heimat als auch überregional hat sich die Band bereits durch Konzerte wie dem hessischen Open Flair Festival eine Fanbase erspielt. Wegen der aktuellen Pandemiesituation mussten die fünf sich nun das erste Mal bei den Proben umstellen, Pläne für neue Songs und Musikvideos gibt es aber trotzdem. Die Lead-Sängerin der Band, Hannah Wetter, hat uns im Interview erzählt, wie es ist, auf Dorffesten zu spielen, was die Coronakrise für die Band verändert hat und wie sich die Musik mit Arbeit und Studium unter einen Hut bringen lässt.

vier Männer und eine Frau farbig angestrahlt
© Red Ivy

Musik unterm Radar: Red Ivy gibt es nun schon fünf Jahre. Wie habt ihr euch eigentlich als Band gefunden?

Hannah Wetter: Wir waren damals alle auf der gleichen Schule in der Kleinstadt Werne und dann kam irgendwann der Tag, an dem ein Lehrer uns zusammengetrommelt hat und gesagt hat: „So, ihr gründet jetzt eine Band.“ Ich als Jüngste habe das Singen übernommen und seitdem haben wir uns nicht mehr aus den Augen verloren.

Mir als „Dorfkind“ brennt da natürlich direkt eine Frage unter den Fingernägeln: Wie habt ihr die Musikszene auf dem Land empfunden? Hattet ihr da auch den klischeehaften Auftritt in der Scheune oder auf Dorffesten?

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