Mei River: gefühlvolle Texte und catchy Sounds

Eine tolle Stimme, ein interessanter Mix an Instrumenten und eine Bandbreite an Emotionen – Bühne frei für Mei River aus Schweden. 

Der Produzent, Sänger und Songwriter Fredrik Eriksson produzierte jahrelang Musik für andere Künstler, bis er vergangenes Jahr sein Solodebut als Mei River gab und seine erste EP Tall Trees That Never Fell herausbrachte. Nach der Veröffentlichung der Single „On My Own“ im Januar dieses Jahres, folgte kurz darauf der nächste Titel mit „Pixie In The Sky“. Beide Songs sind ein erster Vorgeschmack auf die neue EP. Diese wird wohl im Laufe des Jahres erscheinen und erzählt laut Mei River eine Liebesgeschichte zweier Menschen während einer Apokalypse.
Mei River vereint gefühlvolle Texte mit fröhlichen Klängen, die nicht nur bei Liebeskummer, sondern auch bei Sonnenschein im Park der perfekte Begleiter sind. Er schafft es, trotz der teils melancholischen Stimmung eine Leichtigkeit zu bewahren, die ansteckend ist. 

Fazit: Als einer der vielen Musiker, die während dieser Zeit auf Konzerte und Live-Musik verzichten müssen und sich deshalb mit dem Veröffentlichen von neuer Musik bei Laune halten, sieht sich Mei River nun auch der ungewohnten Situation gegenüber, dass seine Musik ausschließlich online bei der Hörerschaft ankommt. Die positive Resonanz dort freut nicht nur ihn, sondern auch uns, denn trotz seiner bislang noch kurzen Karriere, zielt Mei River ins Herz eines jeden Indie-Pop Fans – und trifft. 

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Julian Hubert

JISKA: Indie-Pop mit Tiefgang

Wenn ihr die Kiste mit alten Fotos aufmacht, in Gedanken fünf Jahre zurückgeht und die Orte von damals besucht, wen oder was seht ihr dann vor euch? Der stetige Wandel, die Ungewissheit und die Suche nach dem eigenen Weg sind die Themen, die die 21-jährige Jana Binder unter dem Namen JISKA musikalisch einfängt. Seit Beginn ihrer Solo-Karriere Anfang 2020 beweist die Sängerin und Bassistin, dass sich auch fröhlicher Indie-Pop mit tiefgründigen Themen auseinandersetzen kann. 

„Was gerade immer wieder in Songs auftaucht, ist das in der Schwebe sein, noch nicht so richtig angekommen sein. Nicht so richtig zu wissen, wo man hingehört und wo man zu Hause ist. Aber auch, dass das total schön ist, in so einer Findungsphase zu sein und noch nicht richtig zu wissen, wo es hingeht.“, sagte JISKA im Interview dem Online-Magazin Fauves. Diese Schwebe lässt sich ihren Tracks schnell heraushören: Die beschwingt-jazzige Grundidee mit teils elektronischen Elementen oder markanten Bass-Passagen fügt sich zu einem Gesamtbild, das so kraftvoll wie sanft daherkommt. In ihrem Song „Strangers“ wird damit ein Gefühl der Entfremdung greifbar – und gleichzeitig entsteht etwas Positives und Tanzbares.
Die Botschaft musikalisch zu verpacken, dass Momente des schmerzhaften Bruchs und des Loslassens integraler Bestandteil unseres Lebens sind und wir sie zum Wachsen sogar brauchen, gelingt ihr ebenso in „Mother’s House“. Der bassige Klangteppich schafft nicht nur Atmosphäre zum Mitgrooven, sondern transportiert auch Ruhe und Gelassenheit. Diese Wirkung tragen die Musikvideos auf visuellem Weg weiter und zeigen, dass JISKA nicht viel Schnick-Schnack braucht, sondern ihre besondere Stimme ganz für sich wirkt.

Fazit: Bleibt zu hoffen, dass der Lockdown JISKAs kreatives Songwriting weiterhin beflügelt. Denn in unserer aktuellen Zeit ist es vielleicht gar keine so schlechte Idee, die alten Fotokisten mal wieder herauszukramen, um menschliches Miteinander zu sehen. Und dann tut es gut, sich von JISKA vorsingen lassen, dass Einsamkeit und emotionale Distanz Gefühle sind, mit denen jede und jeder zu kämpfen hat – und vor allem: dass diese Gefühle temporär sind und auch wieder bessere Zeiten kommen.

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Clara Hümmer

Jono McCleery: sanfte Akustik aus London

Der britische Sänger Jono McCleery war seine ersten vier Lebensjahre taub. Vielleicht erklärt das den filigranen und sanften Stil seiner Musik, einem Mix aus akustischen Gitarrentönen und verspielten Rhythmen. McCleerys warme Stimme, die etwas an Coldplay erinnert, vereint all das und verleitet dazu, ihm stundenlang zu lauschen. 

Nach seinen Alben Darkest Light (2008), Pagodes (2015), Seed of a Dandelion (2018) veröffentlichte der Londoner im November das Album Here I Am and There You Are. Der Titel ist eine Referenz zu einem Song des Jazzgitarristen Terry Callier. 
Im Song “Call me” beschreibt der Künstler in seiner gewohnt zarten Art die Sehnsucht einer Fernbeziehung. “I thought I was in flight, out where the planets are, moving between day and night, here I am there you are.” McCleery beweist auf seinem Album nicht nur ein feinsinniges Gefühl für Harmonien, sondern auch für Poesie, viele der Lyrics lesen sich wie ein Gedicht. In “Promise of Spring” etwa singt er: “So is there anything; you can find to stop me; from loving you. Soon I will have made my mind; and the dream that hangs between us; draws me to you.” 

Fazit: Here I Am and There You Are ist wie eine warme Decke, eine Flucht aus dem kalten und von Isolation geprägten Winter. Wer Künstler wie Ben Howard und Fink mag, sollte sich Jono McCleery unbedingt anhören. 

  • Meilensteine:
    • 2008 Darkest Light
    • 2015 Pagodes
    • 2018 Seed of a Dandelion
    • 2020 Here I Am and There You Are
  • Links:

Autorin:

Carla Blecke

Übrigens: Neben Musik unterm Radar schreibt Carla Blecke auch auf Goldwaage, dem ehrlichen Blog zur Frage, wie man das Jurastudium überlebt. Für alle Studierenden, Studieninteressierten und sonstigen Jura-Fans.

Red Ivy im Interview: „Ein absoluter Vorteil von Dörfern ist der Zusammenhalt.“

Seit der Schulzeit machen die fünf Mitglieder von Red Ivy aus der Nähe von Dortmund gemeinsam alternativen Pop-Rock mit dynamischen Schlagzeugrhythmen, pulsierenden Gitarrenklängen und kräftigem Gesang. Sowohl in ihrer Heimat als auch überregional hat sich die Band bereits durch Konzerte wie dem hessischen Open Flair Festival eine Fanbase erspielt. Wegen der aktuellen Pandemiesituation mussten die fünf sich nun das erste Mal bei den Proben umstellen, Pläne für neue Songs und Musikvideos gibt es aber trotzdem. Die Lead-Sängerin der Band, Hannah Wetter, hat uns im Interview erzählt, wie es ist, auf Dorffesten zu spielen, was die Coronakrise für die Band verändert hat und wie sich die Musik mit Arbeit und Studium unter einen Hut bringen lässt.

vier Männer und eine Frau farbig angestrahlt
© Red Ivy

Musik unterm Radar: Red Ivy gibt es nun schon fünf Jahre. Wie habt ihr euch eigentlich als Band gefunden?

Hannah Wetter: Wir waren damals alle auf der gleichen Schule in der Kleinstadt Werne und dann kam irgendwann der Tag, an dem ein Lehrer uns zusammengetrommelt hat und gesagt hat: „So, ihr gründet jetzt eine Band.“ Ich als Jüngste habe das Singen übernommen und seitdem haben wir uns nicht mehr aus den Augen verloren.

Mir als „Dorfkind“ brennt da natürlich direkt eine Frage unter den Fingernägeln: Wie habt ihr die Musikszene auf dem Land empfunden? Hattet ihr da auch den klischeehaften Auftritt in der Scheune oder auf Dorffesten?

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Maximilian Guth im Interview: „Komponieren ist wie ein Aquarell zu malen.“

Asambura – angelehnt an die tansanischen Usumbara-Berge – steht nach eigener Aussage für den Blick über den Horizont. Das Ensemble wurde 2013 gegründet, inzwischen besteht es aus um die 50 Mitgliedern mit verschiedensten kulturellen Hintergründen. Im Klartext heißt das: klassische Musik mit zeitgenössischen, interkulturellen Elementen – und nebenbei auch irgendwie eine neue Vision von gesellschaftlichem Miteinander. Als neuestes Projekt hat sich das Asambura-Ensemble Schuberts berühmte Winterreise vorgenommen. Auf seiner CD Fremd Bin Ich Eingezogen interpretiert das Ensemble den alten Meister neu, führt die Kompositionen in die gegenwärtige Zeit und experimentiert mit Klängen und Einflüssen aus verschiedenen Musikkulturen: Streichinstrumente werden so auch mal mit der Bogenrückseite gespielt, Querflöten werden zu Percussion-Instrumenten, der Klang wird mit persischen und arabischen Instrumenten wie Oud, Santur oder Kamancheh ergänzt und zum deutschen Text kommt persische Dichtung. Mit Maximilian Guth, dem Komponisten und künstlerischen Leiter des Kollektivs, haben wir darüber gesprochen, was die Winterreise so zeitlos macht, wie Musik Menschen zusammenbringt und was er an persischer Musik bewundert.

Das Asambura-Ensemble © Ghazaleh Ghazanfari

Musik unterm Radar: Im Asambura-Ensemble arbeitet ihr mit ganzen vielfältigen Elementen was Kulturen, Zeiten und musikalische Einflüsse angeht. Bei einem so oft rezipierten Werk wie der Winterreise – hast du da manchmal die Sorge, dass wichtige Elemente verloren gehen?

Maximilian Guth: Na ja, wenn man eine Neuinterpretation von einem bestehenden Werk macht, dann ist eine andere Seite zwangsläufig nicht so sehr akzentuiert. Ich glaube, dass die verschiedenen Interpretationslinien, die es bei der Winterreise gibt, gleichermaßen funktionieren. Mir ist es aber wichtig, gleich am Anfang zu sagen: Leute, Schubert spricht uns heute noch total an – er ruft zur Solidarität mit ganz vielen Menschen, die auf der Flucht sind, auf. Das ist ein Thema, das unglaublich relevant ist, ob jetzt vor 200 Jahren in einem Kunstlied oder in einer ganz anderen Darstellungsweise – da gibt es Überschneidungen, da kann sich was begegnen. Es ist ein Aufruf zur Solidarität mit Menschen, die so ähnlich fühlen wie das Lyrische Ich auf der Winterreise.

Wie ist diese Idee zu einer interkulturellen Version der Winterreise entstanden?

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Panda Lux: frischer Indie-Pop aus der Schweiz

Wie klingt eigentlich der Soundtrack für die Zeit nach einer Trennung? Die Schweizer Band Panda Lux hat es in ihrem Song „Karambolage“ auf den Punkt gebracht. 

Sänger Silvan Kuntz findet ehrliche Worte für seine verflossene Liebe: „Ich hab Gefühle für dich, aber nur noch schlechte.“ Oder: „Es war ’ne schöne Zeit mit dir, jetzt ist sie hoffentlich vorbei.“ Seine lässige Stimme zusammen mit seinen drei Bandkollegen von Panda Lux ergibt in Text und Klang einen perfekten Mix. Im dazugehörigen Musikvideo beweisen die Jungs nicht nur ihr Gespür für Ästhetik, sondern auch für Humor. Passend zu den Lyrics offenbart dort Stück für Stück auch das perfekte Set-Design seine Mängel – eine Gefühlskarambolage von Erleichterung und Herzschmerz. 
Apropos Humor: Ende September bringen Panda Lux ihr zweites Album Fun, Fun, Fun auf den Markt. Wer nicht so lange warten will, sollte sich die anderen Singles der Band anhören. Im neusten Song „Freunde Sein“ wird es recht makaber, in „Staub“ kombinieren die Künstler ruhigen Gesang mit schnellen Rhythmen. Durch beruhigende akustische und elektronische Untermalungen schaffen sie einen sanften, wenn auch tragenden Sound, der definitiv hörenswert ist. 

Fazit: Nach Bands wie Bilderbuch und Von wegen Lisbeth beweist auch Panda Lux, dass Indie wunderbar auf deutsch funktioniert.

Autorin:

Carla Blecke

Die P: Ansage aus Bonn

Ende Mai hat Die P (gesprochen “die Pi”) ihre EP Tape veröffentlicht.  Dabei setzt die Rapperin auf Oldschool-Flow und -Beats. Verzerrte Stimmen und Auto-Tune oder immergleiche Rhythmen sucht man bei ihr vergeblich. 

Schon als Schülerin forderte die Bonnerin ihre MitschülerInnen zu Rapbattles heraus, nach ersten Erfolgen bei den Profis hatte sich die Künstlerin schnell ihren Platz in der Szene erspielt – und zeigt dabei, wie Rap auch funktioniert: Tape kommt ganz ohne zwanghafte Sexualisierung und Geldgeprotze aus, stattdessen geht es um ernste Themen.
Der Track „Respekt“ etwa thematisiert Alltagsrassismus und geht unter die Haut: “Sie haben keinen Respekt vor meiner Farbe / keinen Respekt vor meinen Leuten / das ist keine Geschichte / ich erleb den Scheiß noch heute.”  In „Angesagt“ rechnet Die P mit der Rap-Branche ab. “Das, was gestern scheiße war, ist morgen Trend / zähl lieber Bargeld, denn es zählt kein Talent.” Die Stimme der Bonnerin ist markant und bleibt im Ohr. Dank dieser und ihrem eindrucksvollen Auftreten hat sich Die P auch einen Ruf als außergewöhnliche Live-Künstlerin erarbeitet. Herausgebracht hat Die P ihre EP übrigens beim neu gegründeten Label 365 XX, das als erstes deutsches Rap-Label nur Frauen, Transpersonen und nicht-binäre Menschen unter Vertrag nimmt. 

Fazit: Absolut starker Deutschrap, der das Potenzial hat, eine von Männern dominierte Szene nachhaltig zu verändern. Dazu ist ihr Oldschool-Style eine willkommene Abwechslung in der gegenwärtigen Flut von Soundcloud-Rap. 

Autorin:

Carla Blecke

The Everettes: erfrischender Soul aus der Hauptstadt

Schon auf ihrem allerersten Gig auf der Mersea Island Scooter Rally 2015 in Großbritannien war der Band die Freude an ihrer durch Soul geprägten Musik anzusehen. Wenn The Everettes auf der Bühne sind, sorgen inklusive der drei Frontfrauen mindestens neun MusikerInnen für eine Stimmung, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert und Lust auf Tanzen macht.

Einige der Bandmitglieder waren bereits schon in einer Vorgängerband zusammen unterwegs, deren Wellen bis nach Japan schlugen. Darunter waren Gitarrist Alexander Dommisch und die Sängerin Katharina Dommisch, die nun gemeinsam mit der Britin Jess Roberts und der Berliner Halbkubanerin Laura Niemeyer für ein abwechslungsreiches und harmonisches Gesangserlebnis sorgt. Nach einem Crowdfunding gibt’s nun auch das erste, selbstbetitelte Album auf Vinyl, CD und digital.
Das Bild dieser drei charismatischen Frontfrauen erinnert an das Konzept der souligen Girlgroups aus den 60ern. The Everettes übersetzen diese Idee ins 21. Jahrhundert, ohne sich an feste Vorschriften zu halten und kreieren mit bunter Vielseitigkeit und Unbekümmertheit einen bestechenden Charme. Der unter anderem durch Bläser und Streicher melodisch verzierte Klang unterstreicht die ehrlichen Texte, die vor allem von den Höhen und Tiefen der Liebe handeln.

Fazit: The Everettes machen Soul mit Power. Auch das Debut-Album lohnt sich: Vierzehn größtenteils live eingespielte Songs laden mit gefühlvollem Sound zum Mitgrooven ein.

Autorin:

Luise Asmussen

Punch Drunk Poets: Poesie mal anders

Gitarre, Gesang, Drums und eine Küche. Die Punch Drunk Poets beweisen mit ihrem neuen Lied „Manifest“, dass es für gute Musik manchmal nicht mehr braucht. Und wenn den Namen „schlag betrunkene Poeten“ irgendeine Band tragen kann, dann diese. Der Mix aus tiefgründigen Texten, Folk, Rock und Indie-Pop zeigt, wie unterschiedlich Poesie sein kann – und dass sie nicht immer leise und auf Samtpfoten daherkommen muss.

Das Quintett aus Paderborn, Köln und Münster plant nach zwei EPs für dieses Jahr ein Debut-Album, ihre Bühnenerfahrung reicht vom WG-Zimmer bis zu Festivalauftritten und Deutschlandtour. Die Poesie-Samtpfoten kommen im neuen Song nun übrigens doch daher – allerdings nur, um gegen Ende Platz für E-Gitarre, Drums und Tanzstimmung zu machen.
Das Spannende an den Punch Drunk Poets ist die Ungewissheit über das, was kommt. Sie machen Musik, die nicht nur ruhig und melancholisch, nur leicht und unbeschwert oder nur laut und rockig daherkommt. Die Emotion schreibt das Lied und nicht andersherum. Oder wie es auf ihrer Website heißt: „Es geht nur darum, die Menschen zu berühren. Wenn das nicht zählt, was dann?“ Diese Palette an Empfindungen schlägt sich im Klang durchweg nieder, der inmitten von profundem Gesang, sanft gezupften Gitarrenparts, Mundharmonika und Mandoline auf der einen Seite und wilderen Drum- und Bass-Einlagen auf der anderen Seite seinen Platz gefunden hat. Auch sonst haben die Punch Drunk Poets einiges zu sagen, setzen sich etwa mit dem Thema Heimat auseinander oder geben in ihrem Song „Manifest“ ein klares Statement für alle Formen der Liebe ab.

Fazit: Wer Lieder mit Durchschlagskraft und Tiefgang sucht, wird bei den Punch Drunk Poets fündig. Betrunkene Poeten muss man nämlich gar nicht immer schlagen – oft lohnt es sich auch einfach gut hinzuhören.

Autorin:

Clara Hümmer

Behind The Scenes | Am Set beim Musikvideodreh

Unter dem Stichwort Behind The Scenes veröffentlichen wir von jetzt an Hintergrundreportagen aus der Musikwelt. Den Start machen wir mit der Frage: Wie entsteht ein Musikvideo?
Welches Thema sollen wir im nächsten Behind The Scenes angehen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

© 2020 Katharina Köhler – alle Rechte vorbehalten

Es ist eine bitterkalte Nacht Anfang März. Mitten in einer norddeutschen Kleinstadt stehen zwei maskierte Gestalten vor einer Villa. Ein Mercedes kommt die Straße entlang gefahren, alles lässt darauf schließen, dass hier gleich eine Straftat begangen wird. Bis eine Stimme die nächtliche Stille durchbricht: “Jungs, könnt ihr ein bisschen mehr ins Licht gehen?” 
Es ist der junge Musiker Fritz Hazy, der den zwielichtig aussehenden Gestalten aus dem Auto heraus Regieanweisungen über sein Telefon gibt. Statt ein Verbrechen zu begehen, dreht er zusammen mit ein paar Kumpels ein Musikvideo zu seiner neuen Single „Black Days“. Neben ihm im Auto sitzt seine Freundin und übernimmt die Rolle der Kamerafrau. 

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