10 Newcomer, die ihr 2026 im Blick behalten solltet

Bedroom June

Bedroom June aus Hamburg kann dreamy und verletzlich, bisschen Tagebuch-like, harmonisch, atmosphärisch – aber dazu dann distorted Gitarrensounds und treibende Beats mit Club-Vibes. Im August ist ihre selbstbetitelte Debüt-EP erschienen, die schon richtig Bock macht. Hier brodelt was unter der Oberfläche.


Hotel Rimini

Poetische Texte meets handgemachte Instrumentation bei Hotel Rimini mit ihrem arty von Klassik angehauchten, aber sympathisch unverkopften Stilmix. Zwei Alben könnt ihr schon streamen und auch für den Überaschungseffekt sind Hotel Rimini dabei gut: Macht doch Spaß, wenn ein Song nach dem Intro von Streichern und Fingerpicking-Gitarre mit den chansonmäßig angehauchten Worten „Mein Granola ist verbrannt“ einsteigt oder den Titel „Unterholz d’Amour“ trägt. Direkt von Januar bis Anfang März könnt ihr die sechsköpfige Truppe auch live sehen.


Carla Ahad

Das „Girl aus der Stadt“ Carla Ahad springt in die Spree, kauft sich Mate, geht am Kotti in den Späti, hat vier Altbauwände und kein Bettgestell. Mit ihrem tanzbaren Deutschindie liefert sie schon seit fünf Jahren konstant neues Material, das gebacken ist für Berliner Sommernächte. Ach ja, und selbst produzieren kann sie auch. Damit hat sich Carla Ahad längst eine monatliche Spotify-Hörer*innenschaft von 140.000 plus aufgebaut. 2025 ist jetzt endlich ein erstes Album junges Ding entstanden.


EASY EASY

Mit ’ner Mischung aus Britpop und Midwest Emo und ihren Texten über zersplitternden Selbstwert, Liebe, Partys und alles dazwischen machen die Kölner EASY EASY im Grunde Coming-of-Age-Musik. Neu war 2025 ihr zweisprachiges Debüt Easy Easy Easy, das schon auf eine Reihe von EPs gefolgt ist, und eine Tour mit lauter ausverkauften Terminen im Herbst.


SATARII

SATARII rappt und singt auf Deutsch, Englisch, Rumänisch und Farsi, sie produziert, schreibt und performt alles selbst, hat Jazz- und Pop-Gesang studiert und gelernt für Orchester oder Bigbands Musik zu schreiben. Ihr Album Größter Träumer erscheint noch Anfang des Jahres. Das Mannheimer Multitalent gehört bei Rap-Fans auf die Artists-to-Watch-Liste.


MYLLER

Wer Deutschpop abfeiert, ist bei MYLLER ganz ohne Zweifel an der richtigen Adresse. Zugegebenermaßen hören wir auf der im September erschienenen EP jetzt keinen revolutionären Sound, den wir so noch nie gehört hätten – für eingängige Refrains und gefühlige und sympathisch selbstironische Lyrics („Bin kein Quarterback, doch hab ’ne Quarterlife-Crisis“) ist man bei MYLLER aber richtig. Der Solokünstler war schon mit Wincent Weiss, LEONY, Revolverheld und Joris als Supportact unterwegs, im Mai geht’s dann auf die erste eigene Tour durch sechs deutsche Städte.

MYLLER: Stiller Held im Deutschpop

Die Musik von MYLLER bewegt sich im Spannungsfeld von Deutschpop, Singer-Songwriter und Indie. Die Songs sind geprägt von warmen Gitarren, dezenten Keys und klaren Vocals,…


taal

taal aus Köln stehen noch ganz am Anfang, trotzdem trauen wir dem FLINTA-Duo einiges zu. Erst letztes Jahr haben sie sich gegründet und erste Singles released, 2026 sollen dann eine erste EP plus Tour folgen. Die Songs sind geprägt von zwei Stimmen, flockigen NDW-Sounds, bisschen Euphorie, bisschen Melancholie und deutschen Texten. Mit etwas Glück sind taal eine Band, bei der ihr in paar Jahren mal damit angeben könnt, dass ihr sie schon von Anfang an gehyped habt.


Gwen Doyln

Gwen Dolyn macht einen Mix aus Punkrock, Electro-Pop und der düsteren Seite der Neuen Deutschen Welle, Dabei verpackt sie ihre Gefühle gekonnt in coole Hymnen. Gerade kam sie zurück von ihrer X-RATED-feelings-Tour. Seit ihrem gleichnamigen Debütalbum gab’s in letzter Zeit vor allem einzelne Singles.


YETUNDEY

Die multilinguale Rapperin YETUNDEY ist unerschrocken, selbstbewusst und gerade heraus. Mit ihren flashy Looks und ihrer Energie gehört die Künstlerin auf jeden Fall ins Rampenlicht. Zur Zeit sind zwar noch keine Daten für 2026 veröffentlicht, in den letzten Jahren war sie aber irre viel unterwegs, noch dazu hat sie jetzt ihr frisches Debüt im Gepäck (das trägt übrigens als Titel den Code für die emotional instabile Persönlichkeitsstörung F60.30) – von daher sollte man da in den kommenden Monaten wohl noch die Chance kriegen.

Interview: YETUNDEY, was macht eine Boss Bitch aus?

Sie ist Rapperin, Songwriterin, Produzentin, Musikvideoregisseurin und Tänzerin: Multitalent YETUNDEY hat uns im Interview erzählt, warum sie ihr kommendes Album nach einer psychiatrischen Diagnose benannt…


Paula Engels

Jahrgang 2005, mit 14 bei The Voice Kids, dann Startrampe Tiktok und zigtausende monatliche Spotify-Hörer*innen. Schon bevor sie 2025 ihr Debütalbum Kommt von Herzen gedropt hat, haben Paula Engels viele in der Deutschindie-Szene schon einen kometenhaften Aufstieg für eine Newcomerin bescheinigt. Da wird sicherlich noch einiges kommen in den nächsten Jahren.

Paula Engels: Zwischen Selbstfindung und Chaos

Paula Engels‘ Songs werden von poppigen Beats und melancholischen Klavierklängen begleitet. Ihre Stimme bringt Rauheit und Zerbrechlichkeit in einen Einklang und pendelt zwischen sanften Tönen…


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