Luke Sital-Singh: musikalische Melancholie aus L.A.

Ein Jahr nach der Veröffentlichung seines letzten Albums bringt Luke Sital-Singh eine neue EP auf den Markt. Für New Haze (erscheint am 03. April) arbeitete er mit vielen anderen Künstlern zusammen, die Single “Almost home” erschien schon im Voraus. 

Sowohl auf internationalen, als auch auf deutschen Bühnen ist Luke Sital-Singh schon lange kein Unbekannter mehr. Bereits 2015 war er in der NDR-Show Inas Nacht zu sehen. Ab Mitte April geht der Wahl-Amerikaner auf Tour durch Europa und kommt für sechs Termine auch nach Deutschland und in die Schweiz. 2018 hielt er einen bewegenden TED Talk, bei dem er auch zwei seiner Stücke performte. “I love a depressing song”, sagt er in der Rede und erklärt seine Vorliebe für traurige Lieder.
Um eine solche Stimmung zu erzeugen, braucht der geborene Brite kaum mehr als ein paar Instrumente und seine Stimme – Synthesizer und Elektro-Elemente sucht man bei ihm vergebens. Sital-Singhs Musik überzeugt durch ihren natürlich-authentischen Klang. Melancholie ist auch in seiner neuen Single “Almost home” zu hören. Sie entstand kurz nach seinem Umzug von Bristol nach Los Angeles. Für das Stück arbeitete er mit dem Gitarristen Stevie Aeillo zusammen, der bereits an Projekten von Mumford and Sons, Lana del Rey und Thirty Seconds to Mars mitwirkte. In dem Song widmet sich der Musiker der Frage, was es bedeutet, zu Hause zu sein. “We’ll barely make it but we’re almost home. To a familiar place where all the street signs glow”, singt er mit seiner sanften und dennoch rauen Stimme und hinterlässt bei den Zuhörenden eine Gänsehaut. Die weiteren Stücke auf “New Haze” sind ebenfalls in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern entstanden: “This EP is all about collaboration.”

Fazit: Bewegend, melancholisch, eingängig – das sind die Songs von Luke Sital-Singh. Ein aufstrebender Künstler, den man im Blick behalten sollte.

Autorin:

Carla Blecke für Musik unterm Radar

Gerade läuft die Umfrageserie „Wie wünscht ihr euch Musik unterm Radar?“ Wir versuchen euch eine möglichst große inhaltliche und musikalische Bandbreite zu bieten und möchten deshalb gern wissen, was euch am meisten anspricht. Um eure Interessen besser einschätzen zu können und um herauszufinden, was bei uns vielleicht noch unterrepräsentiert ist, würden wir von euch gern wissen, welche Genres ihr am liebsten hört. Ihr könnt maximal sieben Antworten geben. Vielen Dank für euer Feedback!
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