
Unser Autor René ist selbst Musiker und passionierter Pop-Fan. Als etwas älteres Semester musste er von Boybands in Baggy Pants über Grunge bis K-Pop schon so einiges mitmachen. In seiner Kolumne „riffs & rants“ blickt er für uns mehr oder weniger regelmäßig auf neue Musik, Trends und Pop-Phänomene.
Ein Refugium, eine Zuflucht, kann alles Mögliche sein und an überraschenden Orten und in unvorhersehbarer Gestalt gefunden werden.
Am Lagerfeuer Teil einer wild zusammengewürfelten Gruppe sein, die eine Gemeinschaft wird, laut lachend Verletzlichkeiten teilen und erfahren: Es ist okay, dass du zeigst, dass da etwas ist, das du trägst, das schwer wiegt. Reich es rüber, wir tragen es ein Stück des Weges mit dir. Oder werfen wir den ganzen Scheiß einfach ins Feuer.
In einem kleinen, verrauchten Raum Musik machen, laut, gegen den Strich gebürstet, und zulassen, dass die aus dem Kollektiv entspringende raue Energie dich hinwegträgt wie eine Welle den Surfer.
Im Auto mit einem eben noch fremden Menschen durch eine bezaubernde Landschaft fahren, der Musik lauschen, nicht reden. Spüren, dass dieses gemeinsame Schweigen mehr ist als die Abwesenheit von Worten, und sich dem unerklärlichen Gefühl von Vertrautheit ausliefern.
Auf dem Heimweg in einer verregneten Nacht von einer dicken orangen Katze in einem Hauseingang aufgelauert und mit lautstarkem Miauen zum Streicheln aufgefordert werden.
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