Alle Brücken abbrechen und im VW-Bus um die Welt reisen: Den Plan hatten Anka und René von der Nürnberger Band Nobutthefrog schon eine Weile im Kopf. 2020 sollte es endlich konkret werden. Dann wurde die gesamte Welt von der Corona-Pandemie überrascht. Losgefahren sind die beiden nun trotzdem: erst nach Österreich zum Paragliden, dann weiter nach Italien. Ihre Reise finanzieren sie sich durch Straßenmusik. Seit September sind sie unterwegs, wie lang es gehen soll, ist aber völlig offen – ihre Auslandsversicherung haben sie sicherheitshalber für fünf Jahre abgeschlossen. An ihrem letzten Tag auf Sardinien haben die beiden von ihren Erlebnissen berichtet und erzählt, wie eine Band-Reise unter Corona-Bedingungen funktioniert.

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Musik unterm Radar: Als wir das erste Mal vor etwa einem Jahr in Kontakt gekommen sind, habt ihr mir von eurem Plan erzählt, im Sommer auf Weltreise zu gehen. Ich habe ja ehrlich gesagt nicht mehr geglaubt, dass ihr das tatsächlich machen würdet. Wie hat euer Umfeld reagiert, als ihr gesagt habt, dass ihr euch trotz Pandemie auf den Weg machen wollt?
René: Unsere Großeltern haben gesagt: „Das klappt eh nicht.“
Anka: Die dachten, wir kommen nach ein paar Wochen wieder heim. Unsere Freunde fanden’s total gut und unsere Eltern auch.
Wer hatte die ursprüngliche Idee zu der Reise?
René: Ich glaube, die Idee hatte ich. Ich hatte schon vor vielen Jahren den Plan, einen VW-Bus zu kaufen und damit die Atlantikküste entlang zu fahren, weil ich gern surfen gehe. Den VW-Bus haben wir uns dann auch gekauft, der ist dann aber leider kaputtgegangen. Dann haben wir uns später einen vernünftigen Bus gekauft und ich habe den so anderthalb Jahre lang ausgebaut.
Anka: Und dann ist die Idee entstanden, dass wir ja die Reise durch Straßenmusik und Konzerte finanzieren könnten. Das hatten wir auch vor ein paar Jahren schon mal ausprobiert. Mit einem Ford Fiesta und zwei Hängematten. So sind wir dann drei Wochen durch Deutschland getingelt und waren am Schluss sogar im Plus!
Wie muss man sich eure Straßenmusikeinlagen jetzt in Coronazeiten ungefähr vorstellen?
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