Jessie Monk: Australische Genre-Wandlerin

Geboren in Kanada und aufgewachsen in Australien fing Jessie Monk früh an, sich für die Musik und fürs Tanzen zu begeistern. In Melbourne hat sie unter anderem in David Bowies Musical „Lazarus“ mitgespielt, jetzt hat es sie mit Berlin dauerhaft in eine der Bowie-Städte gezogen. 2021 hat sie dort ihre Debüt-EP veröffentlicht.

Folk, Gypsy-Jazz und Indie mit einer Prise Dolly Parton – so beschreibt Jessie Monk ihre Musik und das passt tatsächlich sehr gut. Die Musikerin probiert sich aus mit komplexen Melodieeskapaden im Gesang, der ohnehin einiges an Stimmgewalt erahnen lässt. Dazu kommen derbe Geigenklänge und rhythmische Gitarre und Percussion. Der countryhafte Refrain in „Mistook You For A Man“ mit den mehrstimmigen Backings und der eher geradlinigen Rhythmik kommt da halb überraschend. Jessie traut sich außerdem auch an anspruchsvolle Cover wie „Kathy’s Song“ von Simon & Garfunkel, bei dem die Latte hoch hängt und man dementsprechend abliefern muss – auch das kein Problem für die Allrounderin.

Fazit: Inspiriert von den alten Helden gelingt Jessie Monk das Kunststück, dennoch einen eigenen Stilmix zu finden, den man so noch nicht gehört hat.

Mehr Singer-Songwriter und Folk 🍷

FRACHILD: Wiener Indie-Folk zeigt den Zauber im Loslassen

FRACHILD gehen einem schnell ganz nah, und zwar dank Mehrstimmigkeit mit Gänsehautfaktor und der Besinnung aufs musikalisch Wesentliche. Die Wiener Indie-Folk-Band erzählt von Geschwisterbeziehungen oder vom Loslassen von Altlasten: „When your shoulders hurt, then always drop your backpack“. Im September geht die Band auf Tour.

Marlene Nadina: Debüt mit melancholischer Eleganz

Die Musik von Marlene Nadina erinnert an die Atmosphäre eines kleinen Jazzclubs während einer Sommernacht. Aus ihrer eindrücklichen Stimme, den klassisch angehauchten Chanson-Vibes und ihren lyrischen deutschen Texten hört man Talent und Tiefgang heraus.

Kaffee, Kuchen und Country: Kendall Lujan live

Kendall Lujan feierte in Kiel nicht nur ihren Tourabschluss, sondern zufällig auch noch Geburtstag. Die Musikerin prägt einen Stil zwischen Country, Folk, Jazz, Bossa Nova und Indie-Rock, bei dem für jeden was dabei ist. Mit ihrem neuen Album „Lucky Penny“ hat sie allen Akustikfans schon mal gut Minuten für die Spotify-Playlists geliefert.


Musik aus der Hauptstadt 🚀

FLORENT: sanfter Indie, harte Großstadt 

Statt mit Berliner Schnauze und grimmiger Miene reagiert FLORENT mit sanften, empathischen Tönen auf seine raue Umgebung. Seine Musik verzichtet auf überladene Produktionen, klingt roh und ist eine bewusste Rückbesinnung auf das Wesentliche.

Ist Berlin geiler als Bonn? (Spoiler: nein!)

Berlin hat fünftausend Wildschweine, Bonn hat tausend Nutrias plus einen neuen konservativen Bürgermeister – und René hat genug. Unser Kolumnist versucht rauszufinden, wo denn nun das Gras der Subkultur grüner ist.

2 Gedanken zu “Jessie Monk: Australische Genre-Wandlerin

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