LAVINIA: Tour durchs Tagebuch

LAVINIA kommt aus einer Familie von Künstler*innen, Theatermenschen und Musiker*innen – Kunst und Musik umgeben sie schon ihr ganzes Leben lang, der Weg in die Musik war für sie also kein fremder. Ihre Songs wirken ein bisschen wie Tagebucheinträge in musikalischer Form: lebensnah erzählte Momentaufnahmen – ein Soundtrack für die Zwanziger. 

Gebürtig ist sie aus Potsdam, inzwischen studiert LAVINIA Musik in Hannover. 2024 hat sie ihre Debüt-EP Stadtflüstern veröffentlicht. Die Texte und die klangliche Grundidee kamen von ihr selbst – am finalen Sound arbeitete sie zusammen mit ihrer vierköpfigen Band, mit der sie auch live auftritt. LAVINIAs Tracks beginnen oft ruhig und nur mit Gesang, begleitet von Gitarre oder Klavier. Der Sound wird dann im Laufe des Songs immer kräftiger und instrumental facettenreicher. Die Tracks sind klanglich und textlich eine Geschichte, die sich zuspitzt.

Ihren Musikstil ordnet sie selbst irgendwo zwischen deutschem Indie und alternativem Rock ein. Die Texte sind kraftvoll und mit einer spürbaren Tiefe, in ihrem Track „Träumer“ schreibt sie übers Erwachsewerden: „den Träumer verloren bei der Teilzeitarbeit”. LAVINIA öffnet uns die Tür zu ihrer Gedankenwelt und lässt uns die Menschen und Orte kennenlernen, die sie geprägt haben: Freundschaften, Familie, vergangene Lieben, flüchtige Bekanntschaften – und die Großstadt, in der sie sich mal verloren und mal zu Hause fühlt. LAVINIA schreibt ihre Songs wie um einen Erinnerungsschimmer herum. Aus einem prägenden Moment heraus entfaltet sich eine Geschichte, die uns eintauchen lässt.

In ihrer EP Zeig mir, wie man schwimmt zieht sich das Motiv des Wassers und der Farbe Blau wie ein Faden von Song zu Song und zeichnet ein Bild, das LAVINIA uns mit einem Schwung Meeresbrise um die Ohren weht. 21 Minuten Musik verpackt in sechs Songs bringen uns ganz weit weg direkt zum Ozean oder durch die schlaflose Stadt.

Autorin:

Lina Silkenbäumer


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