Kodder: Punkrock ohne doppelten Boden

Bock auf was Ehrliches? Eine Band, die sich mit ihrer Musik über Faschismus und die Ungerechtigkeiten der Welt auskotzt, bringt mit einer neuen 7“-Platte einmal mehr ihre Gedanken in musikalischer Form unter die Menschen. Dabei ist „Platte“ kein Synonym für digitale Kaufmöglichkeiten. Die Platte gibt es wirklich nur als Platte.

Entstanden aus den Überresten der Band COR gründet sich 2024 die aus drei Menschen bestehende Band Kodder: Friedemann, verantwortlich für Gesang und Gitarre und ehemaliges Mitglied bei COR, Arthur an den Drums und Steffi am Bass und ebenfalls Gesang.

Der 50-jährige Friedemann suchte nach seiner Zeit bei COR nach neuen Musiker*innen mit denen er zusammen dem Unmut über die Welt etwas Luft verschaffen kann. Und er wurde fündig: Arthur, der genau halb so alt ist wie er, lernt er über dessen Vater kennen, Steffi meldete sich auf einen Aufruf des Frontsängers. Zusammen machen sie seitdem das, was auch die Bedeutung des norddeutschen Bandnamens Kodder besagt: Sie kotzen sich aus!

Und das bekommen nicht nur ihre Instrumente zu spüren. Klassisch-punkiges Gitarren-Schlagzeug-Gedresche wird mit „Texten ohne Doppeldeutigkeit“ ergänzt, wie das Trio auf ihrer Website schreibt. Was sie mit Herausgabe ihrer 7“-Single-Platte schon bewiesen haben, spiegelt sich auch in der Lyrics ihrer Tracks wider. Es geht um sinnlose Privilegien, kapitalistische Ausbeutung, Faschismus und andere Dinge, gegen die es sich zu kämpfen lohnt. Und dabei nehmen Kodder kein Blatt vor den Mund –nachzuhören unter anderem im nun in Vinyl gemeißelten Track „Attitüde“. 300 handbemalte Exemplare, 300 Unikate sind die musikalische Antwort der Band auf große Probleme dieser Welt.

Musik mit politischer Echauffierung, einer guten Grundlage sich auszukotzen aber ohne doppelten Boden – oder kurz gesagt: Kodder!

Autor:

Christoph Schmidt


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