„Fühlt euch gestreichelt“, heißt es auf dem Profil von Streichelt auf Spotify. Aber der NNDW-Artist aus Nürnberg kann auch ganz anders: Streichelt bewegt sich gern zwischen den Sounds, probiert, produziert und provoziert manchmal auch ein bisschen.
Bevor er Streichelt ins Leben gerufen hat, hat sich Johannes Weichelt schon durch viele Genre-Kosmen, Bandprojekte und musikalische Baukästen probiert. 2023 startete er dann sein neues Projekt – erstmals solo und auf deutsch. Seitdem produziert, schreibt und veröffentlicht er viel selbst oder im engen Kreis. Streichelt geht seinen eigenen, unaufgeregten Weg und entwickelt sich mit. Da ist also nicht dieser eine Sound oder dieses eine Thema. Johannes probiert sich aus. Ein bisschen unfertig, ein paar DIY-Vibes und eben diese Unperfektheit machen Streichelt nahbar.
Seine erste EP Streicheleinheit von 2024 umfasst fünf Songs und verbindet wärmere Sounds und minimalistische Beats mit Texten über Selbstzweifel, Älterwerden und Beziehungen. In seinem Song „Wie du den Tag zurückdrehst“ schreibt Johannes ein bisschen Bedroom-Pop-mäßig: „Ein Song für dich, der niemals endet, mit dir ist keine Zeit verschwendet“.
In seinem Track „Rosenkrieg“ ist er zum Beispiel weniger auf Kuschelkurs: „Ich will nen Rosenkrieg, der dich an mich bindet bis ich darüber weg bin“. Streichelt kombiniert hier einen tanzbaren, dramatischen Beat mit Lyrics über Trennung, Hassliebe und das Verschmerzen mit der Zeit.
Streichelt ist ein Projekt, das Johannes selbst auch lebt: Streichelt ist ganz viel, kann ganz viel, muss aber nichts. Wir hören bodenständigen Indie-Pop und NNDW-Sounds, mal in traurig, mal in happy und ohne irgendwem etwas beweisen zu müssen.
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