Eigentlich haben Dosenstolz schon alles erreicht, was eine Punkband erreichen kann: Sie wurden von der AfD im Bundestag zitiert. Doch neben diesem Meilenstein, dem viele internationale Musikgrößen noch nicht nahekamen, hat die Gruppe aus Dresden auch musikalisch einiges zu bieten.
Luki (E-Bass), Till (Schlagzeug) und Fleuri (E-Gitarre, Gesang) heißen die Drei aus der sächsischen Landeshauptstadt. Eine Gegend, die etwas Punk gut vertragen kann. Neben vielen lokalen Spielstätten, Festivals oder bei Radio Fritz, schrie die Band auch auf dem CSD in Luckenwalde musikalisch ihren Unmut in die Welt.
Ein Verein, der diesen CSD mitveranstaltete, bezog Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“. Grund genug für die rechtsextreme AfD-Politikerin Birgit Bessin bei einer Rede im Bundestag, unter anderem auf Grundlage von Dosenstolz‚ Texten, gegen solche Förderungen zu wettern. Und damit ordentlich Werbung zu machen – für Dosenstolz und für den CSD in Luckenwalde und überall. In diesem Sinne: Danke, Birgit! 🙂
Ja, Dosenstolz‚ Musik ist typisch punkig asozial. Aber auch politisch. Neben Queerness geht es um Missstände in der Arbeitswelt oder falschen Reichtum. Manchmal aber auch einfach ums Kuscheln, um Nudelsuppe oder andere wichtige Dinge.
Drei E-Gitarren-Akkorde, ein runder Bass und typisch punkiges Schlagzeug-Gedresche runden die Nummer ab und machen die Band zu dem, was sie nun mal ist: ein ehrlich-dreckiges Punkrock-Trio. Eine Bereicherung nicht nur für den Bundestag.
Neben Auftritten auf diversen Festivals diesen Sommer könnt ihr Dosenstolz‚ Musik vorzugsweise auf Tidal oder Bandcamp erleben. Wenn es sein muss, aber auch bei dem anderen Streamingdienst. Viel Spaß beim Hören!
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