Dosenstolz: Alles schon erreicht

Eigentlich haben Dosenstolz schon alles erreicht, was eine Punkband erreichen kann: Sie wurden von der AfD im Bundestag zitiert. Doch neben diesem Meilenstein, dem viele internationale Musikgrößen noch nicht nahekamen, hat die Gruppe aus Dresden auch musikalisch einiges zu bieten.

Luki (E-Bass), Till (Schlagzeug) und Fleuri (E-Gitarre, Gesang) heißen die Drei aus der sächsischen Landeshauptstadt. Eine Gegend, die etwas Punk gut vertragen kann. Neben vielen lokalen Spielstätten, Festivals oder bei Radio Fritz, schrie die Band auch auf dem CSD in Luckenwalde musikalisch ihren Unmut in die Welt.

Ein Verein, der diesen CSD mitveranstaltete, bezog Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“. Grund genug für die rechtsextreme AfD-Politikerin Birgit Bessin bei einer Rede im Bundestag, unter anderem auf Grundlage von Dosenstolz‚ Texten, gegen solche Förderungen zu wettern. Und damit ordentlich Werbung zu machen – für Dosenstolz und für den CSD in Luckenwalde und überall. In diesem Sinne: Danke, Birgit! 🙂

Ja, Dosenstolz‚ Musik ist typisch punkig asozial. Aber auch politisch. Neben Queerness geht es um Missstände in der Arbeitswelt oder falschen Reichtum. Manchmal aber auch einfach ums Kuscheln, um Nudelsuppe oder andere wichtige Dinge.

Drei E-Gitarren-Akkorde, ein runder Bass und typisch punkiges Schlagzeug-Gedresche runden die Nummer ab und machen die Band zu dem, was sie nun mal ist: ein ehrlich-dreckiges Punkrock-Trio. Eine Bereicherung nicht nur für den Bundestag.

Neben Auftritten auf diversen Festivals diesen Sommer könnt ihr Dosenstolz‚ Musik vorzugsweise auf Tidal oder Bandcamp erleben. Wenn es sein muss, aber auch bei dem anderen Streamingdienst. Viel Spaß beim Hören!

Autor:

Christoph Schmidt


Bock auf Punk

SALÒ beschreibt die Welt so, wie sie ist: Hardcore.

Wer bei „Hardcore“ an verzerrte Gitarren, harte Drums und rebellische Texte denkt, liegt zwar richtig, aber da steckt noch mehr dahinter. SALÒ nutzt den Begriff auf dem neuen Album auch als Zustandsbeschreibung. Für unsere Kolumnistin klingt darin auch mit: wieder Haltung zeigen, unbequemer sein und den rebellischen Geist von Hardcore neu aufleben lassen.

Bratakus: Punk aus den schottischen Highlands

Der Sound von Bratakus ist laut, rotzig, schnell und kennt keine Gnade. Brèagha bringt mit ihrem puren Gitarrensound direkt aus dem Amp die klassische Punk-Attitüde rein, Onnagh drückt in ihren Basssound eine Verzerrung rein, die gehört werden will. Die Vocals schütteln einen durch und pusten die Hörgänge frei.


„Auf die helle Seite der Macht du kommst. Zwei Euro du spendest.“ ~Yoda

Wir schalten bei Musik unterm Radar weder Werbung noch gibt es Bezahlschranken. Das ganze Team arbeitet ehrenamtlich, weil uns etwas daran liegt, Newcomern eine Plattform zu bieten und euch gute Mucke zu zeigen. Weil auch bei uns aber Kosten anfallen, machen wir Miese. Wenn dir gefällt, was wir schreiben, würden wir uns sehr über ein paar Euro Unterstützung freuen!

2,00 €


Neue Beiträge:

Vianne: Indie-Folk zwischen Tagebuchseiten und Großstadtlärm

Vianne hat schon mit elf ihre ersten Songs geschrieben, sich selbst das Produzieren beigebracht und war zuletzt eine von vier Teilnehmerinnen der Pop-RLP-Masterclass. Bemerkenswert ist vor allem ihre facettenreiche Stimme und die Melodien, die trotz Indie-Grundlage immer auch einen unerwarteten Twist haben.

Lyyla: Selbstgespräche werden zu Popsongs

Musikalisch bewegt sich die Hamburger Künstlerin Lyyla zwischen elektronischem Indie-Pop und reduzierten Arrangements am Klavier. Dadurch entsteht ein Sound, der den Perspektivwechseln ihrer Texte folgt und sowohl große Emotionen als auch kleine Alltagsbeobachtungen tragen kann.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..