„Have I Lost My Magic?”, fragt sich To Athena in ihrem letzten Album. Die Antwort darauf ist einfach, denn beim Hören der Tracks wird man tatsächlich auf magische Weise in den Bann gezogen.
Hinter To Athena stecken die 30-jährige Tiffany Limacher aus der Schweiz und ihr neunköpfiges Poporchester aus Streichern und Harfe. Ihre Kammerpopsongs singt sie auf Schweizerdeutsch und Englisch.
Ihr bekanntester Song, „Angscht“, berührt durch einen ergreifenden Text, den Tiffany Limacher mit ihrer klaren Stimme singt. Während sich Künstler*innen mit österreichischem Dialekt in Deutschland schon etabliert haben, transportiert die Schweizerin mit ihrer Musik einen neuen Vibe.
Doch To Athena ist nicht nur in Deutschland und der Schweiz inzwischen so einigen ein Begriff – interessanterweise hat sie sich auch eine große Fanbase in Mexiko aufgebaut. Entdeckt wurde sie dort, nachdem sie einen Song der mexikanischen Sängerin Silvana Estrada gecovert hat. Nächstes Jahr steht für To Athena die zweite Mexiko-Tour an.
Harfe, Streicher, Band und Tiffanys warmer Gesang verschmelzen in ihren Songs zu einem tiefgründigen Klangbild. Textlich verarbeitet To Athena persönliche Abgründe wie einen Burnout und ihren Tinnitus, aber auch große gesellschaftliche Themen wie Weltschmerz oder Kindesmissbrauch.
Die Musik von To Athena verzaubert durch den ungewöhnlichen Dialekt, die berührenden Melodien und die eindringlichen Texte, die sich vom Mainstream abheben und das Herz berühren.
- Meilensteine:
- 2020 Debüt Aquatic Ballet
- 2023 The Movie
- 2026 erste Clubtour in Mexiko
- 2026 Have I Lost My Magic
- Links:
Autorin:
Mehr starker Pop:
Lyyla: Selbstgespräche werden zu Popsongs
Musikalisch bewegt sich die Hamburger Künstlerin Lyyla zwischen elektronischem Indie-Pop und reduzierten Arrangements am Klavier. Dadurch entsteht ein Sound, der den Perspektivwechseln ihrer Texte folgt und sowohl große Emotionen als auch kleine Alltagsbeobachtungen tragen kann.
Ydegirl: Pop, Barock und deepe Texte
Nordischer Barock trifft auf RnB, Pop, Folk – und eine Moorleiche. Die dänische Musikerin Ydegirl verbindet historische Klänge mit modernen Einflüssen und erschafft so eine verträumte, fast mystische Klangwelt.
diggidaniel: Melancholie in tanzbar
„90bpm. Hip Hop. Beat.“ So hat diggidaniel noch seinen ersten Song beschrieben. Heute klingt seine Musik ein bisschen anders. Mit melancholischem Sound und den Zügen der 80er Synth-Pop und Wave-Sounds lässt diggidaniel Genregrenzen verschwimmen und macht seine Musik tanzbar.
Kleiner Taler für viel Herzblut?
Wir schalten bei Musik unterm Radar weder Werbung noch gibt es Bezahlschranken. Das ganze Team arbeitet ehrenamtlich, weil uns etwas daran liegt, Newcomern eine Plattform zu bieten und euch gute Mucke zu zeigen. Weil auch bei uns aber Kosten anfallen, machen wir Miese. Wenn dir gefällt, was wir schreiben, würden wir uns sehr über ein paar Euro Unterstützung freuen!
2,00 €
Neuste Beiträge:
Dosenstolz: Alles schon erreicht
Eigentlich haben Dosenstolz schon alles erreicht, was eine Punkband erreichen kann: Sie wurden von der AfD im Bundestag zitiert. Doch neben diesem Meilenstein, dem viele internationale Musikgrößen noch nicht nahekamen, hat die Gruppe aus Dresden auch musikalisch einiges zu bieten.
Was ist deine „Flugangst“, Leo Kaminski?
Leo Kaminski gehört zu einer neuen Generation melodischer Deutschrap-Artists. Wir haben ihn getroffen und mit ihm über seine neue EP „Flugangst“ gesprochen und über den allerersten Beat, auf den er richtig stolz war.
SALÒ beschreibt die Welt so, wie sie ist: Hardcore.
Wer bei „Hardcore“ an verzerrte Gitarren, harte Drums und rebellische Texte denkt, liegt zwar richtig, aber da steckt noch mehr dahinter. SALÒ nutzt den Begriff auf dem neuen Album auch als Zustandsbeschreibung. Für unsere Kolumnistin klingt darin auch mit: wieder Haltung zeigen, unbequemer sein und den rebellischen Geist von Hardcore neu aufleben lassen.