Brosie: Vom Lebenschaos zum Soundtrack

Ihren eigenen Stil beschreibt Brosie als „Indie Poptimism“. Also Indie-Pop – nur eben mit einer Extraportion Energie und Gefühlschaos. Brosie verbindet teils schwere Themen mit einem Sound, der Spaß macht und auch mal ordentlich knallt.

Brosie ist in Österreich geboren, hat ihre frühen Zwanziger in den Niederlanden verbracht, einen Zwischenstopp in Hamburg eingelegt und sich dann in das Künstlerchaos Berlins gestürzt. Mit ihrer ersten Single „Coulda Shoulda Woulda Enthusiast“ begann Brosie 2024 ihre musikalische Laufbahn. Im selben Jahr erschien ihre Debüt-EP Waiting to Be Discovered.

Mit ihrer EP Spiraling Down Memory Lane! ist es inzwischen persönlicher geworden: Darauf verarbeitet sie unerreichbare Liebe, gescheiterte Beziehungen und zerbrochene Freundschaften. „Now it’s freezing between the phone lines“, schreibt sie in ihrem Track „water your plants“. „Banger Bakery“ nennt sie das Studio, in dem sie ihre Musik produziert – aber passt das auch?

„Banger“? Definitiv.

Den Kern ihrer Musik bildet natürlich Brosies kraftvolle Stimme. Je nach Track wird diese von schnellen Drums, rauen Gitarren, sanften Akustikklängen oder Synthesizer-Einflüssen à la 80er unterstützt.

„Bakery“? Und wie.

Gen Z würde sagen: Brosie ist richtig am Kochen. Sie backt zwar lieber, liefert aber trotzdem ab: Support-Shows für Biig Piig, The Lathums, Lauran Hibberd und Sir Chloe sowie ein Auftritt beim Reeperbahn Festival haben sie bestens auf ihre erste Headline-Tour im Herbst 2026 vorbereitet. Und für den Preis für Popkultur 2026 in der Kategorie „Hoffnungsvollste:r Newcomer:in“ war sie auch noch nominiert.

Mit einem Talent für das Einfangen von Stimmung mach Brosie aus Gefühlschaos eingängigen Indie-Pop – Tanzen zu Tragödien ist hier das Motto.

  • Meilensteine:
    • 2025 EP Waiting to be Discovered
    • 2026 Nominierung Preis für Popkultur („Hoffnungsvollste:r Newcomer:in“)
    • 2026 EP Spiraling Down Memory Lane! (Deluxe Edition)
  • Links:

Autorin:

Lina Silkenbäumer


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